Erstellt am 26. Januar 2016, 03:38

von Hermann Knapp

1,9 Millionen Euro fließen in Forstheide. Stadt Amstetten kauft 45 Hektar Grund. Geplant sind dort viele Projekte – von Altholzinseln bis zu Outdoorklassen.

Dieter Stadlbauer vom Stadtbauamt, Bürgermeisterin Ursula Puchebner und Umweltstadtrat Gerhard Haag präsentieren das 1,9 Millionen Euro umfassende Naturschutzprojekt in der Forstheide. Foto: Stadt Amstetten  |  NOEN, Stadt Amstetten

Ein ehrgeiziges Naturschutzprojekt wird die Stadt in den kommenden drei Jahren im Bereich der Forstheide umsetzen. Das Land hat mit Schreiben vom 22. Dezember 2015 einen entsprechenden Förderantrag genehmigt.

Insgesamt sind Investitionen in Höhe von 1,9 Millionen Euro vorgesehen, wobei die EU knapp die Hälfte dieser Summe als Förderung zuschießt. Die Stadt muss somit noch 958.738 Euro aufbringen. Der Gemeinderat wird noch diese Woche einen entsprechenden Beschluss fassen.

Zustimmung zum Deal längst signalisiert

„Geplant ist der Ankauf eines rund 45 Hektar großen Areals im Bereich Stiefelmühle bei der Firma Mondi und im Bereich Meerwiese in Hausmening. Das gehört derzeit noch Matthias Hatschek“, berichtet Umweltstadtrat Gerhard Haag. Die Besitzer haben ihre Zustimmung zum Deal längst schon signalisiert.

Der Grünpolitiker freut sich darauf, dass die Stadt künftig über ein Areal verfügt, wo „wir es in der Hand haben, was dort passiert!“ Geplante Maßnahmen auf dem Gelände gibt es viele. So soll natürlich ein Waldmanagement entwickelt werden – um mittelfristig den natürlichen Baumbestand eines Heidegebietes wieder herzustellen.

Aber auch für die Fauna in der Forstheide soll natürlicher Lebensraum gesichert werden. „Wir haben zum Beispiel drei bis vier schützenswerte Fledermausarten in diesem Bereich. Da werden wir eine Erhebung machen und schauen, was die Tiere brauchen“, sagt Haag. Vorgesehen ist in der Forstheide zudem die Schaffung von Altholzinseln, Waldweiden und von Spechtbäumen.

Der Öffentlichkeit soll das Gebiet aber nicht verschlossen bleiben. So ist unter anderem die Errichtung eines Themenweges angedacht und von Outdoor-Klassen, wo die Schüler Natur vor Ort erleben können.