Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:57

von Hermann Knapp

14 rote Schutzwege für Amstetten. SPÖ und ÖVP einigten sich nun doch darauf, welche Zebrastreifen im Nahbereich von Schulen umgefärbt werden sollen.

Haben sich für die Rotfärbung von Schutzwegen bei Schulen stark gemacht: Gemeinderat Markus Brandstetter (ÖVP), Gemeinderat Bernhard Wagner (SPÖ) und Stadtrat Gerhard Haag (Grüne). Foto: privat  |  NOEN, privat
Nach langem Hin und Her haben sich SPÖ und ÖVP nun doch geeinigt, welche Schutzwege vor Schulen rot gekennzeichnet werden sollen, um die Autofahrer zu noch mehr Vorsicht zu mahnen.

Insgesamt werden 14 Zebrastreifen an stark befahrenen Straßen in den Ortsteilen Amstetten und Ulmerfeld/Hausmening mit der Zusatzmarkierung gesichert.

Einig in Kritik am Vorsitzenden

„Für uns stehen dabei die Kinder und deren Sicherheit im Straßenverkehr im Mittelpunkt der Arbeit. Wir setzen diese zusätzliche Markierung speziell nur bei Schutzwegen ein, wo verstärkt Schüler unterwegs sind, wie in der Eggersdorfer Straße beim Wasserturm oder in der Ybbsstraße beim Kreisverkehr Stadtwerkehaus“, betonen VP-Gemeinderat Markus Brandstetter und SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner.

Einig sind sich die beiden Mandatare auch in ihrer Kritik an der Vorsitzenden des Verkehrsausschusses. „Wenn Stadträtin Kashofer (FP) von angeblichen Kosten von 50.000 Euro spricht, so ist das eine klassische Fehlmeldung“, sagt Wagner.

Es sei niemals angedacht gewesen so viele Schutzwege mit zusätzlicher Rotmarkierung auszustatten und es habe auch kein Hickhack zwischen ÖVP und SPÖ gegeben, sondern eine sachliche Diskussion.

Umfärbung kostet rund 6.300 Euro

„Es ist eigenartig, wenn die Vorsitzende eines Arbeitsgremiums, in dem alle Fraktionen des Gemeinderates vertreten sind, versucht, diese auseinanderzudividieren. Wir verurteilen das aufs Schärfste und fordern Kashofer auf, zur kollegialen Arbeit zurückzukehren, wie sie bis dato bestanden hat“, sagt Brandstetter.

Im Ausschuss wurde die Rotfärbung der Zebrastreifen mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, Grünen und sogar von FPÖ-Stadtrat Bruno Weber beschlossen.

Kashofer stimmte dagegen und erneuert ihre Kritik: „Ich halte die Aktion weiterhin für sinnlos. Denn sollte sie tatsächlich Unfälle verhindern, wäre es verantwortungslos, nicht alle Zebrastreifen rot zu färben. Es gibt dazu aber nicht einmal Untersuchungen.“ Das Umfärben kostet rund 6.300 Euro.

NÖN.at hatte berichtet: