Erstellt am 06. März 2016, 01:04

von Desiree Haselsteiner

200 Jahre alte Musik zu neuem Leben erweckt. Heidemarie Zehetner hat in 27 Stunden alte Notenblätter des Komponisten Josef Panny wiederhergestellt.

Heidi Zehetner ist leidenschaftliche Hobbymusikerin. 27 Stunden dauerte es, bis sie Pannys Messe aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder „spielbar“ gemacht hat.  |  NOEN, Schoder

Zum heurigen 500-Jahr-Jubiläum des Kollmitzberger Kirtags wurde erstmals eine Messe des großen Kollmitzberger Komponisten Josef Panny rekonstruiert. Heidemarie Zehetner aus Stephanshart hat Notenblätter einer seiner Messen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder „spielbar“ gemacht.

„Ich habe zu Hause ein Programm, mit dem ich in mühevoller Kleinarbeit die vier Singstimmen in den heute gängigen Violinschlüssel umgewandelt habe“, erklärt die Hobbykomponistin über die spannende Rekonstruktionsarbeit.

Der Komponist Josef Panny war Sohn des Kollmitzberger Schulmeisters und wurde in Wien Wegbegleiter des bekannten Geigers Niccolo Paganini und später selbst engagierter Komponist und Musiker in Mainz.

Sangesfreudige Menschen aus der Gemeinde eingeladen

Dank der Chorleiterin Gertraud Pressl, die Verbindungen zum Archiv des Stifts Seitenstetten hat, bekam Heidemarie Zehetner Zugang zu den 200 Jahre alten Messblättern. „Es war nicht leicht die fehlenden Trompeten-, Pauken- und Waldhornstimmen zu rekonstruieren und diese in den Violinschlüssel zu setzen. Doch in 27 Stunden hatte ich es geschafft,“ beschreibt Zehetner die Rekonstruktionsarbeit.

Unter der Federführung von Gertraud Pressl, Leiterin des Kirchenchors, wird die rekonstruierte Messe am 31. Juli mit einem großen Orchester in der Pfarrkirche Stephanshart vorgestellt. „Es sind alle gesangsfreudigen Menschen aus der Gemeinde eingeladen, bei diesem Projekt dabei zu sein. Die Proben beginnen am Montag, 30. Mai, um 20 Uhr im Pfarrheim Stephanshart,“ erzählt Chorleiterin Gertrude Pressl.