Erstellt am 05. Januar 2016, 03:03

von Daniela Führer

24-Stunden-Betreuung seit Jahreswechsel. 58 Flüchtlinge leben im „Containerdorf“ Waldheim. Eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung gab es nicht. Das hat sich geändert.

Mit Jahreswechsel wurde die Betreuung der Bewohner des „Containerdorfs“ in Waldheim auf eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung ausgeweitet. Foto: Wolfgang Kapf  |  NOEN, Wolfgang Kapf

Am 10. Dezember wurde das zweite„Containerdorf“ in der Stadtgemeinde Amstetten, jenes in Waldheim, von Flüchtlingen, vorwiegend Familien, bezogen. Gegenwärtig wohnen dort 58 Personen.

Eine Betreuung der Flüchtlinge rund um die Uhr, wie in Mauer, war jedoch in Waldheim bis vor Kurzem nicht gegeben – obwohl diese im Vorfeld bei den Informationsveranstaltungen angekündigt wurde.

Bereitschaftsdienst in der Nacht

„Es stimmt, ich habe gesagt, es wird ab 60 Personen eine 24-Stunden-Betreuung geben, das haben wir von SLC für uns festgelegt. Aber die Gerüchte, dass wir extra weniger als 60 Personen im Containerdorf aufnehmen, um uns die Betreuung zu sparen, ist nicht richtig“, erklärt Christian Kogler, Geschäftsführer der Betreiberfirma SLC. Für ihn habe die Betreuung bislang einfach auch ohne Rund-um-die-Uhr-Anwesenheit einer Ansprechperson bestens funktioniert.

Dennoch, um sämtliche Kritik auszuräumen, wurde mit Jahreswechsel eine interne Umschichtung der Mitarbeiter vorgenommen, um eine 24-Stunden-Betreuung für Waldheim zu gewährleisten.

Kogler: „Bislang war ein Quartierbetreuer von 8 bis 16 Uhr vor Ort im Dienst in Waldheim. In der übrigen Zeit hatten wir eine mobile Betreuung des Quartiers von Mauer aus. Dort gab es dafür drei ständige Betreuer neben den zwölf Pädagogen, die sich um die 45 unbegleiteten Minderjährigen kümmern. Künftig drehen wir dass einfach um, das heißt, in Mauer bleibt eine Person zur Tagesbetreuung der 45 Erwachsenen und Familien, in Waldheim sind künftig von 6 bis 22 Uhr drei Asylbetreuer vor Ort.“

In der Nacht wird ein Bereitschaftsdienst gestellt. „Somit haben wir zu 100 Prozent alles erfüllt, wie angekündigt. Ich glaube wirklich, dass die Betreuung in beiden Containerdörfern bestens ist“, ist Christian Kogler überzeugt.