Erstellt am 08. März 2016, 03:19

von Heribert Hudler

Ab-Hof-Messe: 174 Medaillen im Bezirk. Die Produzenten aus dem Bezirk reichten 5.240 Produkte zum Verkosten ein. Je ein Fisch-, Öl- und Speck-Kaiser sowie zwei goldene Birnen und Stamperln wurden geholt.

Bei der Übergabe vom goldenen Stamperl und Birne: Wolfgang Lukas (Juryvorsitzender), Mostkönigin Sandra Kirchstetter, Bernhard Datzberger, Landesrat Stephan Pernkopf, Brigitte und Jürgen Datzberger, die Europäische Parlamentsabgeordnete Elisabeth Köstinger und Messepräsident Uwe Scheutz. Foto: Foto Roschmann  |  NOEN, Foto Roschmann

Ein Achterl Most da, ein Speckbrot dort, ein Schnapserl hier und eine Schaumrolle zum Drüberstreuen — die Tische in den Wieselburger Messehallen bogen sich am Wochenende geradezu unter Köstlichkeiten.

Winklarner zu Fisch-Kaisern gekrönt

Zur 22. Ab-Hof-Messe waren alle angereist, die in der bäuerlichen Direktvermarktung Rang und Namen haben. 300 Aussteller aus neun europäischen Ländern wurden insgesamt gezählt.

„Etwa zwanzig Prozent kommen aus dem Ausland“, berichtete Messedirektor Werner Roher, „das zeigt, wie hoch der internationale Stellenwert der Messe ist.“ Die offizielle Eröffnung nahmen diesmal Landesrat Stephan Pernkopf und die Europäische Parlamentsabgeordnete Elisabeth Köstinger vor.

Gut abgeschnitten haben bei der heurigen Produktprämierung auch wieder die Erzeuger aus dem Bezirk Amstetten. 5.240 Produkte wurden eingereicht und verkostet. Die Produzenten des Bezirks heimsten insgesamt 174 Medaillen ein.

Zum Fisch-Kaiser gekrönt wurden Karl und Maria Pihringer aus Winklarn. Nach vier Mal Gold gab es diesmal die höchste Auszeichnung. Das Rezept: „Beste Fischqualität und beim Räuchern die richtige Mischung vom Räuchergut.“

„Ab Hof kauft man nicht die Katze im Sack“

94 Landwirte sind Mitglied bei der bäuerlichen Genossenschaft AÖM-Alternative Ölerzeugung Mostviertel, die von Johann Braunshofer in Neuhofen/Ybbs geleitet wird. Im Vorjahr gab es für das Sonnenblumenöl und heuer für das Rapsöl die begehrte Trophäe des Öl- Kaisers.

„Wir haben mit der höchsten Auszeichnung – dem Speck-Kaiser wirklich gar nicht gerechnet“, sagte Anna Wieser aus Euratsfeld und freute sich mit ihrem Gatten Josef über die Bestätigung für ihre Qualitätsprodukte. Die Wiesers betreiben eine Kleinlandwirtschaft mit 16 Schweinen im Stall, natürlich mit Stroheinstreu, und einen Ab-Hof-Verkauf.

Letztere im Bunde der Kaiser ist die Familie Datzberger aus Amstetten/Pittersberg. Jungmostbaron Jürgen Datzberger punktete mit seinem Apfelmostbrand und holte das goldene Stamperl, während sich Vater Bernhard Datzberger mit dem Speckbirnmost und dem Apfelmost Florina die goldene Birne sicherte.

„Jemand, der beim Bauern ab Hof kauft, kauft nicht die Katze im Sack“, lobte Kammerobmann Josef Aigner die hohe Qualität der bäuerlichen Produkte.