Amstetten

Erstellt am 26. Juli 2016, 03:35

von Hermann Knapp

Wartebereich vor den Praxen ist desolat. Kinderarzt Albin Mischkounig wünscht sich Sanierung. Stadt will noch warten, bis freistehende Ordination vergeben ist.

Wände, von denen der Putz abblättert, alte Möbel und insgesamt ein eher tristes Erscheinungsbild: So präsentiert sich der Wartebereich vor den Ordinationen im Amstettner Ärztecenter. Kinderarzt Albin Mischkounig wünscht sich von der Stadt dringend Sanierungsmaßnahmen.  |  NOEN, Hermann Knapp

1987 hat Kinderarzt Albin Mischkounig im Ärztecenter seine Praxis eröffnet. „Und seit ich eingezogen bin, hat sich im Haus so gut wie nichts verändert. Natürlich ist es in die Jahre gekommen und vor allem der Wartebereich vor den Ordinationen ist inzwischen desolat und alles andere als einladend“ klagt der Mediziner. Er habe schon mehrmals bei der Stadt, der das Ärztecenter gehört, interveniert, aber keine konkrete Information bekommen – nur vage Aussagen, dass etwas geplant sei.

„Nachfolger winken natürlich dann gleich ab“

Für Mischkounig drängt die Sanierung des Wartebereichs auch deshalb, weil er mit seinen 67 Jahren allmählich daran denkt, sich zur Ruhe zu setzen. „Ich versuche daher natürlich, einen Nachfolger, oder eine Nachfolgerin zu finden. Aber das ist gar nicht so einfach. Und wenn die Betreffenden die Räumlichkeiten sehen, dann winken sie natürlich überhaupt gleich ab.“

Die Gemeinde, so Mischkounig, investiere in viele, ohne Zweifel, wichtige Projekte wie die Pölzhalle und das A-Toll. „Jetzt wäre es aber auch an der Zeit das Ärztecenter in Angriff zu nehmen.“

Kammeramtsdirektor Josef Bichler erklärt, dass die Gemeinde bereits 370.000 Euro für die Sanierung des Wartebereiches vor den vier Arztpraxen im Budget vorgesehen hat. „Das Geld war auch schon im Vorjahr reserviert. Allerdings kam dann der Beschluss zur Übersiedlung des Kidsnests aus dem Ärztecenter ins ehemalige Lehrlingsheim in der Anzengruberstraße. Das hat leider länger gedauert als ursprünglich geplant“, berichtet Bichler.

Jetzt seien die Räume im Ärztecenter (rund 200 Quadratmeter) aber frei und die Stadt auf der Suche nach einem Mediziner, der sich dort einmieten will.

Adaptierung erst, wenn Mieter gefunden ist

„Wenn die Fläche zu groß ist, wäre es auch möglich zwei Ordinationen mit jeweils 100 Quadratmetern daraus zu machen“, sagt Bichler. Mediziner, die auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten sind, können sich bei der Stadt melden.

„Die notwendige Adaptierung der Ordinations-Räume wird erst dann erfolgen, wenn wir einen Mieter haben, damit wir dabei auch seine Wünsche berücksichtigen können“, berichtet der Kammeramtsdirektor.

Auch die Sanierung des Wartebereichs im Ärztecenter muss noch so lange warten: „Denn wir wollen dort ja nicht kurz hintereinander zwei Baustellen haben“, sagt Bichler. Er ist aber zuversichtlich, dass die Arbeiten noch heuer starten werden.