Amstetten , Allhartsberg

Erstellt am 19. Dezember 2017, 04:45

von Hermann Knapp

Heim & Haus ist insolvent. Fußbodenmarkt musste Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung anmelden. Unternehmen soll aber weitergeführt und der Standort in Amstetten erhalten bleiben.

Die Geschäftsstelle in Amstetten bleibt geöffnet und soll auch langfristig weitergeführt werden. Zehn Mitarbeiter sind dort beschäftigt.  |  Kovacs

Im Jahr 2009 hat Josef Hermann Pechhacker aus Allhartsberg die „Fußbodenmarkt und Verlegeservice GmbH Heim & Haus“ zu hundert Prozent übernommen und unmittelbar an der Amstettner Umfahrungsstraße einen neuen, 900 Quadratmeter großen Markt errichtet.

Leider stellte sich langfristig der wirtschaftliche Erfolg nicht in dem Ausmaß ein, wie sich Pechhacker das wünschte. Am vergangenen Donnerstag musste das Unternehmen ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragen. 17 Arbeitnehmer sind betroffen.

Standorte in Amstetten, Kapfenberg und Liezen sollen erhalten bleiben

„Die Konkurrenz im Online- und Bauhausbereich hat stark zugenommen. Hinzu kam heuer, dass wir durch den Konkurs eines Kunden rund 150.000 Euro verloren haben. Das war deshalb so ein großes Problem, weil auch noch Restkosten von der Firmenübernahme vorhanden sind“, nennt Pechhacker zwei Gründe für die Misere.

Heim & Haus bietet allen Gläubigern eine Sanierunsplanquote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren an. Das Unternehmen soll in verkleinerter Form weitergeführt werden.

„Die Standorte in Wien und Graz werden wir schließen. Jene in Amstetten, Kapfenberg und Liezen sollen erhalten bleiben. Dort haben wir ein großes Angebot an Bodenbelägen und es besteht hoher Bedarf an Service- und Verlegearbeiten. Die Auftragslage ist gut. Wir wollen daher sämtliche Mitarbeiter in diesen Standorten (zehn in Amstetten, vier in Kapfenberg) weiterbeschäftigen und suchen sogar noch weitere“, sagt Pechhacker.

Masseverwalter Sebastian Feigl aus Amstetten erklärt, dass die Firma ein Gutachten eines Steuerberaters in Linz vorgelegt habe, nachdem die Fortführung Sinn mache. Er wird die Unterlagen nun prüfen. Die erste Tagsatzung ist für 13. Februar anberaumt. Ob der Sanierunsplan angenommen wird, soll sich am 6. März entscheiden.