Erstellt am 11. Januar 2016, 08:12

von Manfred Fritscher

Altbürgermeister Ströbitzer verstorben. Altbürgermeister Josef Ströbitzer, der in seiner 25-jährigen Amtszeit viel bewegte, wurde am Samstag zu Grabe getragen.

Altbürgermeister Josef Ströbitzer hat in seiner 25-jährigen Amtszeit sehr viel für Strengberg zuwege gebracht. Foto: Fritscher  |  NOEN, Fritscher

Am vergangenen Samstag wurde ein Mann zu Grabe getragen, dem Strengberg sehr viel zu danken hat: Altbürgermeister Josef Ströbitzer.

Ziele immer mit Hartnäckigkeit und Energie verfolgt

Am 3. Mai 1932 geboren, erlebte er als junger Mann das Wiedererwachen von Demokratie und Meinungsfreiheit. Er engagierte sich schon früh in der Katholischen Jugend und war auch Mitbegründer des Sprengels Haag, dem Vorläufer der heutigen Landjugend. Als Hoferbe trat er natürlich auch der Berufsvertretung, dem Bauernbund, bei.

Mit 25 Jahren, am 21. Mai 1957, ehelichte er seine Johanna, die ihm vier Kinder gebar. Unzufrieden mit der politischen Versteinerung gründete er im Jahr 1970 einen Wahlblock, dem Kandidaten aus allen Berufsgruppen und Katastralen angehörten. Auf Anhieb gewann er bei der Gemeinderatswahl im April 1970 acht Mandate und wurde zum Bürgermeister gewählt. Er sollte es 25 Jahre bleiben.

Josef Ströbitzer verfolgte seine Ziele mit ungeheurer Hartnäckigkeit und Energie. Sein erstes Ziel, für das er wie ein Löwe kämpfte, war die Errichtung einer Hauptschule. Bereits im September 1974 konnte er mit der provisorischen Eröffnung durch Landeshauptmann Andreas Maurer einen ersten Etappensieg feiern.

Hauptschule als erste große Errungenschaft

Der Donau-Schutzdamm für die Au, seit 1972 eine Katastrale von Strengberg, forderte seinen ganzen Einsatz. Er eignete sich derart umfangreiches hydrographisches und technisches Wissen an, dass er damit mächtige Kraftwerksbetreiber in die Schranken weisen konnte.

Durch Bereitstellung von Bauland forcierte er den Siedlungsbau, es folgten Gemeindewasserleitung und Kanalisation. Ein Mehrzweckhaus im Posthof diente als Gemeindebauhof, Feuerwehr- und Rettungshaus. Später folgten ein Musikheim sowie eine Aufbahrungs-Kapelle beim Friedhof.

Auch Fußball-, Tennis- und Stockschützen-Platz fanden seine Unterstützung. Die Schaf-fung eines Jugend- und Kultur-Zentrums in der Alten Poststation und die Gründung einer eigenen Musikschule waren Meilensteine in der Ortsentwick-lung.

In Anerkennung seiner Verdienste wurde er zum Ehren-bürger ernannt. Bürgermeister Roland Dietl für die Politik und FF-Kommandant Karl Hammermüller für die Vereine würdigten in ihren Nachrufen die Leistungen Josef Ströbitzers. Mit den Worten: „Wo man in Strengberg auch hinschaut, überall hast du deine Spuren hinterlassen. Wir werden dich in dankbarer Erinnerung behalten“, sprachen sie vielen Strengbergern aus dem Herzen.