Erstellt am 07. September 2015, 09:34

von Hermann Knapp

FP wittert Politskandal. Befristeter Vertrag mit Amstettner Bauhofmitarbeiter nicht verlängert – weil er sich öffentlich zur FPÖ bekannt habe, sagen die Freiheitlichen. SPÖ führt Sachgründe ins Treffen.

FP-Stadtrat Bruno Weber erhebt schwere Anschuldigungen gegen die SPÖ. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Dass die befristete Anstellung eines jungen Bauhofmitarbeiters nicht mehr verlängert wurde, ist für die Freiheitlichen schlicht ein politischer Skandal.

„Er hat in seiner Freizeit bei einer unserer Veranstaltungen am Krautberg teilgenommen und dabei ein FPÖ-Leiberl getragen. Das hat eine SPÖ-Sympathisantin gesehen und ihn offenbar bei der Stadtführung angeschwärzt“, sagt FP-Mandatar Bruno Weber.

Personalstadtrat: „Das haben wir immer wieder“

Die Dame habe auch ihm gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass ein Bauhofmitarbeiter in der Freizeit nicht mit einem FPÖ-Leiberl herumlaufen dürfe.

Weber ist da natürlich völlig anderer Ansicht, denn politisches Engagement in der Freizeit müsse in Österreich ja wohl erlaubt sein.

„Der junge Mann leistet gute Arbeit und wird auch gelobt. Es ist sehr schade, dass er aus fadenscheinigen Gründen nicht weiter beschäftigt wird. Für uns ist klar, dass da politische Motive der Sozialdemokraten dahinterstecken“, sagt Weber. Die FPÖ werde künftig ein sehr waches Auge auf die Personalpolitik und den Dienstpostenplan haben.

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SP-Personalstadtrat Anton Katzengruber weist Webers Vorwurf entschieden zurück. „Wenn jemand einen befristeten Dienstvertrag hat, muss er damit rechnen, dass dieser nicht verlängert wird. Das haben wir immer wieder“, sagt der SP-Politiker.

Im konkreten Fall werde die Stelle für eine andere Person benötigt, die gute Qualifikationen für die Erstellung des Baumkatasters habe.

„Und das ist in der Stadt ein vordringliches Projekt. Erst vor Kurzem ist im Edlapark ein Baum umgefallen. Zum Glück wurde niemand verletzt, der Vorfall zeigt aber, dass wir da Handlungsbedarf haben. Es geht um die Sicherheit der Bürger und um Haftungsfragen“, sagt Katzengruber.

Weber kommentiert dieses Argument mit wenigen Worten: „Das ist fadenscheinig!“