Erstellt am 26. April 2016, 04:34

von Hermann Knapp

Kaufleute sind für das Gratisparken. Bürgerliste war in 123 Geschäften und fragte nach. Das Ergebnis ist eindeutig.

Norbert Kunz und Gerhard Zauner von der Bürgerliste »Für Amstetten« haben in den letzten Wochen die Kaufleute in der Innenstadt über »Eine-Stunde-Gratis-Parken« befragt. Das Ergebnis ist eindeutig. Foto: Knapp  |  NOEN, Knapp
123 Geschäfte am Hauptplatz in der Wiener Straße und deren Nebenstraßen haben Norbert Kunz, Gerhard Zauner und ihre Kollegen von der Bürgerliste „Für Amstetten“ in den letzten Wochen besucht

„Uns ging es darum, direkt von den Gewerbetreibenden zu erfragen, wie sie zur Forderung nach ‚Einer-Stunde-Gratisparken‘ stehen“, sagt Kunz.

Das Ergebnis sei eindeutig. 112 der Befragten hätten dieses Anliegen befürwortet. „Zehn waren der Ansicht, dass eine halbe Stunde genügen würde und nur in der Sparkasse wollte man nichts dazu sagen“, berichtet Kunz.

Schaffung zusätzlicher Parkplätze gefordert

Er und seine Kollegen hätten auch viele interessante Gespräche mit den Kaufleuten geführt. „Viele haben zum Beispiel geklagt, dass die Parksheriffs viel zu streng sind und ihnen dadurch auch Kunden vertreiben. Wenn jemand nur um zwei, drei Minuten zu spät zum Auto zurückkommt und trotzdem zahlt, fährt er sicher nicht so schnell wieder ins Amstettner Zentrum“, kritisiert der Bürgerlistenmandatar.

Nach Kunz‘ Ansicht würde „Eine-Stunde-Gratisparken“ für einen gemütlichen Einkauf ausreichen. „Da kann man in einem Modegeschäft auch ohne Stress Kleidung anprobieren.“

Die Bürgerliste fordert aber auch die Schaffung zusätzlicher Parkplätze in der Stadt. Und sie hat einige Ideen, wo das möglich wäre: „In der alten Zeile könnte man ein Parkhaus errichten. Ein denkbarer Standort wären auch die alten Senkergründe beim Lidl.“

Bisher kein Politiker bei den Kaufleuten

Man solle auch an die vielen Bediensteten der Geschäfte in der Stadt denken, forder Kunz. Sie müssten viel zahlen oder weite Wege zurücklegen, um einen Parkplatz zu finden. Manche würden ihr Auto sogar draußen beim Bad abstellen.

Dass der Gemeinde durch „Eine-Stunde-Gratisparken“ auch Gebühren entgehen, lässt Kunz nicht gelten, denn dafür würden ja Kunden in die Stadt geholt. Was Kunz und seine Kollegen wirklich erstaunt hat: „In allen Geschäften wurde uns gesagt, dass bisher noch kein Politiker bei ihnen war, um zu fragen, was sie von „Einer Stunde-Gratisparken“ halten.“