Erstellt am 29. Januar 2016, 04:43

von Doris Schleifer-Höderl

Palliativ-Station als Ziel. Hospizförderverein Amstetten unterstützte auch im Vorjahr die regionalen Palliativ-Teams bei ihrer wichtigen Arbeit.

Ester Steininger kämpft mit dem Hospizverein unermüdlich für eine Palliativ-Station am Klinikum Amstetten. Foto: Schleifer-Höderl  |  NOEN, Schleifer-Höderl

Das Thema Sterben zu enttabuisieren hat sich der vor dreizehn Jahren gegründete Hospizförderverein Amstetten mit seinen 138 Mitgliedern zum Anliegen gemacht.

„Wir begleiten jedoch keine kranken Menschen und deren Angehörige, sondern unterstützen Einrichtungen, die in diesem Bereich tätig sind. Dazu gehören neben dem Mobilen Hospizdienst der Caritas Amstetten und dem Palliativ-Team des Landesklinikums Amstetten der Mobile Hospizdienst der Caritas Waidhofen an der Ybbs sowie das Mobile Palliativ-Team der Johanniter in Waidhofen an der Ybbs“, sagt die Obfrau, Allgemeinmedizinerin Ester Steiniger.

„Es gibt immer nur schöne Worte“

Darüber hinaus versucht der Verein, die persönliche sowie die familiäre Akzeptanz des Sterbens in der Gesellschaft zu fördern und auch die Auseinandersetzung mit der „Spiritualität des Sterbens“. „Uns geht es darum, die Würde des Einzelnen bis zuletzt zu bewahren.“

2015 konnte der Verein neben dem Mobilen Hospizdienst der Caritas Amstetten und dem Mobilen Hospizdienst der Caritas Waidhofen auch die Krankenhausseelsorge Amstetten mit einem Zuschuss für die kommende Renovierung der Gedenkstätte für verstorbene Kinder in der Krankenhauskapelle finanziell unterstützen.

Steiniger: „Alleine der Mobile Hospizdienst der Caritas Amstetten begleitet derzeit mit zwei hauptamtlichen und 42 ehrenamtlichen Mitarbeitern 75 Menschen und meist auch ihre Familien. Das Palliativ-Team des Landesklinikums Amstetten hat 2015 mit neun Mitarbeitern 287 Patienten betreut, davon ein Drittel zu Hause.“

Für Steininger wäre neben dem mobilen Hospizdienst die Errichtung einer Palliativ-Station höchst notwendig. „In Amstetten ist schon seit zehn Jahren von sechs Betten die Rede, aber es gibt immer nur schöne Worte. Trotz intensiver Bemühungen von Landesliniken-Regionalmanager Andreas Krauter ist eine tatsächliche Inbetriebnahme aber noch immer nicht in Sicht“, sagt Steininger.