Amstetten

Erstellt am 04. Juli 2017, 04:18

von Hermann Knapp

Parkplätze: Zeitfenster für andere Lösungen. Stadt muss überlegen, wie sie künftig die Pendlerströme lenken will.

Bürgermeister Hannes Pressl und Gemeinderat Markus Brandstetter freuen sich über die Pendlerparkplätze. Sie wollen sich gemeinsam für nachhaltige Verkehrslösungen einsetzen.  |  ÖVP

Der Gemeinderat hat grünes Licht für die Schaffung von 107 temporären Parkplätzen auf den ehemaligen Zehetnergründen an der Wiener Straße gegeben. Stadt, ÖBB und Land finanzieren das Projekt. Ab Herbst werden die Stellplätze zur Verfügung stehen.

Brandstetter: Drittes Parkhaus vorerst keine Option

Besonders ÖVP-Stadtentwicklungssprecher Markus Brandstetter freut sich darüber. „Wir bekommen damit allerdings nur ein Zeitfenster von zwei bis drei Jahren. In dieser Zeit müssen wir uns überlegen, wie wir Pendler künftig mit alternativen Verkehrsmitteln zum Bahnhof bringen können.“ Dazu bedürfe es natürlich auch einer Partnerschaft mit den Umlandgemeinden. „Wir führen da auch schon erste Gespräche.“

Ein drittes Parkhaus ist für Brandstetter vorerst keine Option. Dadurch würde man nur wertvollen Raum in Zentrumslage für Bauprojekte zur Innenstadtbelebung verlieren. „Wir müssen auf verbesserte Buslinien sowie Carsharing mit Stellplätzen in den Umlandgemeinden und am Bahnhof setzen.“ Anzudenken seien auch ein E-Bike-Leihsystem, absperrbare Radboxen am Bahnhof und der Ausbau des innerstädtischen und Gemeinde übergreifenden Radwegenetzes.

„Wir sind froh über die zusätzlichen Parkplätze“, sagt Ardaggers Ortschef Hannes Pressl stellvertretend für die Bürgermeister der Umlandgemeinden. Auch er sieht die Entwicklung alternativer Verkehrslösungen als dringlich an. „Nicht nur wegen der Zugpendler. Amstetten bietet ja auch 18.000 Arbeitsplätze und Freizeiteinrichtungen. Die Stadt wird in Zukunft weiteren Parkraum und schnellere Zubringer für die Autos ihrer Bürger, Arbeitnehmer und Konsumenten brauchen, damit sie attraktiv bleibt. Wir arbeiten gerne mit ihr zusammen.“