Erstellt am 11. Januar 2016, 11:48

von Doris Schleifer-Höderl

Weniger Feiertagsmüll als in den Vorjahren. Abfallmenge hielt sich rund um den Jahreswechsel in Grenzen. Ungewünschte Geschenke wandern oft direkt in den Müll.

Wolfgang Lindorfer ist guter Dinge. Das Müllaufkommen zu den Feiertagen hat sich verringert. »Ich hoffe, dass sich dieser Trend im ganzen Jahr 2016 fortsetzt«, sagt der Umweltexperte. Foto: Doris Schleifer-Höderl  |  NOEN, Schleifer-Höderl
Wolfgang Lindorfer, Geschäftsführer des Gemeinde-Dienstleistungsverbandes für Umweltschutz und Abgaben in der Region Amstetten, hat Grund zur Freude. Denn das Müllaufkommen hat sich diesmal zu den Weihnachtsfeiertagen im Vergleich zu den Vorjahren in Grenzen gehalten.

Lindorfer: „Bisher konnten wir davon ausgehen, dass um den Jahreswechsel im Schnitt in der Stadt und im Bezirk um ein Viertel mehr Müll als im restlichen Jahr anfällt. Heuer waren es erstaunlicherweise nur um etwa 15 Prozent mehr.“

„Schnee nach Feiertagen war ein Vorteil“

Für Lindorfer ist das ein Zeichen, dass bei den Bürgern tatsächlich ein Umdenken in Sachen Müllvermeidung und -entsorgung eintritt.

Um ein Überquellen der Müllbehälter zu den Feiertagen zu vermeiden, wurden diese kurz zuvor noch einmal alle entleert und auch diese Maßnahme hat sich bewährt. „Ein Vorteil war auch, dass der Schnee erst nach den Feiertagen gekommen ist, und sich unsere Mitarbeiter nicht mühsam zu Sammelinseln durchkämpfen mussten.“

So sehr Lindorfer sich über den Rückgang der Abfallmenge zu Weihnachten freut, sieht er doch noch immer Einsparungspotenzial.

Weiterschenken statt einfach wegwerfen

„Wir stellen in den letzten Jahren den Trend fest, dass ungewollte Weihnachtsgeschenke bis Ende Jänner einfach im Restmüll landen. Daher appelliere ich an die Leute, Dinge, die sie nicht wollen, doch an soziale Institutionen in der Region weiterzugeben. Es gibt sicher Mitmenschen die sich zum Beispiel über einen neuen Toaster oder einen Rasierer freuen.“

Lindorfer erinnert aber auch an die Online-Börse-Datenbank www.sogutwieneu.at wo man ungeliebte Präsente zum Verkauf und zum Tausch anbieten kann – oder einfach weiterschenken.
 

Christbaumaktion

Ebenso wie die ungewollten Weihnachtsgeschenke können auch die Christbäume nicht einfach bei den Sammelinseln oder im Restmüll entsorgt werden.

„Sie werden durch diverse Abholaktionen, die etwa der ÖAAB und der Bauernbund Amstetten sowie die SPÖ Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth organisieren, bequem vor der Haustür abgeholt“, sagt Wolfgang Lindorfer, Geschäftsführer des Umwelt- und Abgabenverbandes.

Unter www.gda.gv.at sind alle Abgabestellen abrufbar.