Amstetten

Erstellt am 18. April 2017, 10:41

von Claudia Stöcklöcker

Zweieinhalb Kilo Cannabis verkauft. Weil der Exekutor vor der Tür stand, verdiente sich 21-Jähriger Zubrot mit Drogenhandel.

Cannabis Symbolbild  |  NOEN, Pixabay

Rund zweieinhalb Kilo Cannabis verkaufte ein 21-Jähriger in Amstetten. Wegen des Verbrechens des Suchtgifthandels sitzt der Mann nun vor dem Richter.

Das verbotene Kraut konsumierte der Angeklagte selbst, ob Ebbe im Geldbörsl brachte er die Drogen dann auch an den Mann und landete in U-Haft.

Vor dem Richter erzählt er: „Ich hatte Schulden, der Gerichtsvollzieher ist vor der Tür gestanden. Um fünf Euro pro Gramm habe ich das Suchtmittel eingekauft, um zehn weiterverkauft. Damit habe ich meinen Lebensunterhalt finanziert und ein bisserl von den Schulden zurückbezahlt. Ich bin gerade so über die Runden gekommen.“

„Sie haben eine große Menge an Drogen verkauft, das wird in Österreich streng bestraft“Richter

„Sie haben eine große Menge an Drogen verkauft, das wird in Österreich streng bestraft“, erklärt der Richter dem Vorbestraften und verurteilt ihn zu zwei Jahren teilbedingter Strafe, acht Monate davon unbedingt. Ins Gefängnis muss der 21-Jährige aber nicht. Weil der Angeklagte einen Job hat, „kann er eine Fußfessel beantragen“, erklärt der Richter.

Weiters muss der Amstettner 10.000 Euro Wertverfall an den Staat berappen und die Probezeit der bereits bedingt verhängten Strafe wird auf fünf Jahre verlängert. „Damit ich noch länger ein Auge auf Sie werfen kann“, warnt der Richter eindringlich vor weiteren Straftaten. Denn: „Beim nächsten Mal kommt die lange Latte!“ Das Urteil ist nicht rechtskräftig.