Erstellt am 24. November 2015, 03:38

von Hermann Knapp

Marketing auf Partnersuche. Stadt Amstetten möchte Regionalbanken dafür gewinnen, die Gesellschafteranteile des CityClubs zu übernehmen.

Vizebürgermeister Dieter Funke bedauert nach wie vor die Auflösung des CityClubs. Fotos: Archiv  |  NOEN, Archiv
Am 30. November wird die Generalversammlung der Amstettner Marketing GmbH die Weichen für die Zukunft stellen. Unter anderem muss die Frage geklärt werden, wer denn nun die Anteile (25,1 Prozent im Wert von 8.600 Euro) des aufgelösten CityClubs übernimmt.

„Wir möchten nicht der einzige Gesellschafter sein, sondern hätten gerne noch jemanden im Boot. Daher führen wir im Augenblick Gespräche mit den Regionalbanken“, sagt Bürgermeisterin Ursula Puchebner.

x  |  NOEN, Archiv


Die Geldinstitute (Raiffeisenbank, Volksbank und Sparkasse) sind derzeit ja schon im gesellschaftspolitischen Beirat vertreten. Sollten sie zu Gesellschaftern werden, dann wird der Beirat künftig voraussichtlich nur noch aus CCA und zwei Vertreterinnen der Kaufmannschaft bestehen).

Intensive Gespräche bis Monatsende

Bankenvertreter waren vorab gegenüber der NÖN zwar zu keiner Stellungnahme bereit, aus Insiderkreisen sickerte aber durch, dass ihre Begeisterung darüber, die Anteile des Cityclubs zu übernehmen, sich momentan noch in sehr, sehr engen Grenzen hält. Bis zum 30. November sollen aber noch intensive Gespräche geführt werden.

Sollten die Banken letztlich ablehnen, ist allerdings auch noch nichts Tragisches passiert. Dann wird die Stadt alleiniger Gesellschafter sein. „Das war allerdings nie unser Ziel. Viel lieber wäre es uns gewesen, eine breit aufgestellte Kaufmannschaft dabei zu haben. Ich finde es nach wie vor sehr schade, dass sich der CityClub aufgelöst hat“, sagt VP-Vizebürgermeister Dieter Funke.

x  |  NOEN, Archiv


Andererseits ist die Tür für eventuelle Interessenten damit ja auch nicht für alle Zeiten zu. Die Gesellschaft kann jederzeit Anteile verkaufen, sollte jemand Interesse daran bekunden.

Unklarheit über künftigen Geschäftsführer

Noch unklar ist derzeit auch, wer künftig Geschäftsführer der Marketing GmbH sein wird. Gerhard Sengstschmid, der derzeit intensiv mit der Programmerstellung für das kommende Jahr beschäftigt ist, hat ja nur einen befristeten Vertrag bis Ende Dezember. Aber auch er soll am 30. November erklären, ob er Interesse an dem Job hat.

„Sollte das nicht der Fall sein, gibt es auch die Option, dass wir den befristeten Verlag nochmals verlängern, bis wir einen neuen Geschäftsführer gefunden haben“, sagt Puchebner.