Erstellt am 08. Dezember 2015, 00:00

Ankommen.

 |  NOEN, Symbolbild
Man packe seine Koffer und gehe.
Gehe nicht um zu gehen sondern gehe um anzukommen.
Gehe heim.
Komme an.
Werde empfangen.
Werde sehen was sich verändert hat.
Man packe seine Koffer ohne zu fragen aus.
Dann gehe man wieder altbekannte Wege
und entdecke das Alte neu.
 
Man packe seine Koffer und gehe.
Gehe nicht um zu gehen sondern um anzukommen.
Gehe in die Fremde
und hoffe dass man ankommen dürfe.
Werde abgestoßen oder mit der Frage
„Was bist du denn für einer?“ empfangen.
Man versuche dann im Herzen und Gedächtnis
der Menschen anzukommen.
Man entfalte sich dafür langsam Stück für Stück.
Dann packe man seine Koffer aus.
Man ist angekommen.
 
Vielleicht ist auch ein Mensch namens Jesus
gegangen um anzukommen.
Er ging in die Fremde.
Er wurde nicht besonders gastfreundlich empfangen.
Er versuchte bei den Menschen anzukommen
doch es ist ihm nicht gelungen.
Trotzdem packte er seine Weisheiten aus, bevor er ging.
Vielleicht sollten wir das zu Ende führen und
Jesus Christus in unseren Herzen ankommen lassen.
 

von Lena Haiden
 

x  |  NOEN, privat

Lena Haiden, geboren am 28. März 1998, besucht das Stiftsgymnasium Melk. 2011 erreichte sie den ersten Platz beim Literaturwettbewerb „Wege“. Sie schaffte es zwei Mal ins Finale des Literaturkarussells und in das Finale des Niederösterreichischen Kinder- & Jugend-Kurzgeschichtenwettbewerb. Außerdem hat sie bereits zahlreiche Lesungen mitgestaltet und ist Mitbegründerin des Projektes Wortliebe.

Homepage: http://www.projektwortliebe.at/
Email: schreiberline@gmx.net


Zur Aktion:

Am Literaturbewerb des art.experience Festivals 2015 in Baden bei Wien haben sich viele hundert Menschen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Österreich, Deutschland und der Schweiz – mit ihren Kurzgeschichten und Gedichten beteiligt. Die wenigen Finalistinnen und Finalisten haben wir um einen Beitrag für den NÖN-Adventkalender gebeten. Das Ergebnis finden Sie hier Tag für Tag. Es sind schöne, berührende, aber auch anspruchsvolle und verstörende Texte. Wie das Leben und die Menschen so sind, gerade zu Weihnachten.