Amstetten

Erstellt am 16. Juli 2016, 06:14

von Desiree Haselsteiner

Arbeitslosigkeit: Bezirk Amstetten sticht heraus. Die Arbeitslosigkeit sank im Bezirk im ersten halben Jahr um 4,5 Prozent im Vergleich zu 2015– entgegen dem NÖ-Trend.

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„Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten im Bezirk steigt stetig an, zugleich ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres gesunken“, fasst der Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservice (AMS) Amstetten, Harald Vetter, die Situation zusammen.

Auch Jugendarbeitslosigkeitssektor rückläufig

Bei den arbeitsmarktpolitischen Vorhaben für das heurige Jahr liegt das AMS Amstetten in nahezu allen Bereichen gut auf Zielkurs. Bis einschließlich Ende Juni haben mehr als 2.700 Jobsuchende, die beim AMS Amstetten arbeitslos gemeldet waren, den Wiedereinstieg ins Berufsleben geschafft und es wurden rund 2.100 freie Stellen (+17,6 Prozent im Vergleich zu 2015) besetzt.

Besonders erfreulich sind die Zahlen bei der Altersgruppe 55+, wo ein Anstieg der Arbeitslosigkeit gestoppt werden konnte. Durchschnittlich waren 744 Personen im Alter von 50 Jahren und älter pro Monat beim Arbeitsmarktservice in Amstetten arbeitslos gemeldet (-1 Prozent). Auch der Jugendarbeitslosigkeitssektor zeigt sich rückläufig. Von Jänner bis Juni sank die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Bezirk deutlich um 11,08 Prozent auf durchschnittlich 393 Jobsuchende im Alter bis 25. In ganz NÖ waren es nur zirka 3,1 Prozent.

Gesamt-Zahl der Arbeitslosen sank um 4,5 Prozent

Bei den Langzeitarbeitslosen, die ein Jahr länger beim AMS vorgemerkt sind, stieg die Zahl im Bezirk zwar auch weiter an, dennoch sind mehr Langzeitarbeitslose wieder erwerbstätig. 70 Jobsuchende aus dieser Gruppe stehen wieder dauerhaft im Berufsleben.

In der ersten Jahreshälfte konnten auch um 18,3 Prozent mehr freie Stellen akquiriert werden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (in Summe fast 3.000). Gleichzeitig wurden 2.129 gemeldete offene Stellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt, um 17,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2015.

Entgegen dem NÖ-Trend sank im Bezirk Amstetten die Zahl der Arbeitslosen gesamt um 4,5 Prozent (-125 Personen) auf durchschnittlich 2.652 vorgemerkte Arbeitslose pro Monat im ersten Halbjahr. Für die Zukunft analysiert Harald Vetter jedoch: „Entgegen ursprünglich gedämpfter Erwartungen rechnen Ökonomen heuer mit einem verzögerten Effekt der Lohnsteuerreform und so mit einem moderaten Anstieg des BIP um 1,6%. Für einen nachhaltigen Arbeitslosigkeitsrückgang benötigen wir aber ein Wirtschaftswachstum von über 2 Prozent.“