Erstellt am 10. September 2015, 06:02

von Daniela Führer

Arbeitsmarkt: Erste positive Signale. Arbeitslosigkeit stieg im Sommer im Bezirk nur gering. Jugendarbeitslosigkeit sank sogar um zwei Prozent.

AMS-Bezirksstellenleiter Harald Vetter ist mit dem vergleichsweise sehr niedrigen Arbeitslosigkeitsanstieg im Bezirk Amstetten über die Sommermonate zufrieden. Foto: Ederer  |  NOEN, Mag. Barbara V. Ederer

2.574 Personen waren Ende August beim Arbeitsmarktservice (AMS) Amstetten als arbeitslos vorgemerkt. Das sind zwar immer noch um 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr, dennoch sieht AMS Amstetten-Chef Harald Vetter die Entwicklung positiv: „Die Situation im Bezirk war im Sommer deutlich besser als im Niederösterreich-Schnitt. NÖ verzeichnete im August noch immer einen relativ hohen Anstieg der vorgemerkten Arbeitslosen mit einem Plus von 9,7 Prozent im Vorjahresvergleich.“

Im Juli betrug der Anstieg im Bezirk überhaupt nur + 1,2 Prozent. Ob dieser gute Trend jedoch längerfristig anhalte, traue sich Vetter nicht zu prognostizieren.

Besonders schwierig ist nach wie vor die Situation bei den schwerer vermittelbaren Personengruppen: den Langzeitarbeitslosen, vorgemerkten Ausländern und älteren Personen (siehe Infobox). Den höchsten Arbeitslosigkeitsanstieg gibt es mit 83,1 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen mit mehr als zwölf Monate ohne Beschäftigung. In absoluten Zahlen ausgedrückt waren das im August 315 Menschen im Bezirk.

Positiv sei laut Vetter aber auch, dass die Beschäftigungs initiative für Ältere von den Betrieben im Bezirk gut angenommen werde. „Mit Hilfe von Eingliederungsbeihilfen des AMS konnten heuer bisher im Bezirk zusätzlich 80 über 50-jährige Personen, die schon länger als ein halbes Jahr arbeitslos waren, wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden“, berichtet der AMS-Chef.

Interessant ist auch ein hoher Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den sehr gut Gebildeten: 125 Akademiker – das entspricht einem Plus von 20,2 Prozent – waren im August im Bezirk als arbeitslos gemeldet.