Erstellt am 21. August 2016, 13:06

von NÖN Redaktion

„Polizist“ drohte mit Waffe. Zwei Aschbacher gaben sich als Beamte aus und kontrollierten Jugendliche beim Hochbehälter Abetzberg. Sie wollten sie mit der Aktion erschrecken und verscheuchen.

 |  APA (Symbolbild)

Jugendliche, die sich regelmäßig beim Hochbehälter Abetzberg treffen, erhielten am Samstagabend, 20. August, gegen 21.20 Uhr überraschend Besuch von der „Polizei“.

Die zwei angeblichen Beamten nahmen eine Ausweiskontrolle vor und durchsuchten auch die Fahrzeuge der Jugendlichen nach Suchtmitteln. Da den jungen Leuten das Ganze seltsam vorkam, zumal die beiden Polizisten alkoholisiert wirkten, begehrten sie gegen die Amtshandlung auf. Ein Jugendlicher wurde dabei leicht am Arm verletzt. Schließlich zog einer der angeblichen Beamten eine Faustfeuerwaffe und bedrohte die vier Jugendlichen damit.

Die echte Polizei alarmiert

Diese warteten daraufhin das Ende der „Amtshandlung“ ab und alarmierten dann sofort die echte Polizei. Die kam den beiden falschen Kollegen rasch auf die Spur.

Die beiden 28-jährigen Aschbacher hatten sich mit dem Auto zum Elternhaus eines der Männer abgesetzt. Dort erhielten sie wenig später Besuch von echten Beamten. Eine Alkoholkontrolle ergab, dass beide rund 1,6 Promille im Blut hatten. Dem Fahrer wurde daraufhin der Führerschein abgenommen.

Waffenverbot ausgesprochen

Gegen den Mann, der die Jugendlichen mit der Pistole bedroht hatte, wurde ein Waffenverbot ausgesprochen. Eine Pistole, eine Schreckschusspistole, drei Langwaffen und Munition wurden ihm vorläufig abgenommen.

Die beiden Aschbacher gaben an, dass es durch die regelmäßigen Treffen der Jugendlichen beim Hochbehälter zu Lärmbelästigungen der Anrainer kommt. Mit ihrer Aktion hätten sie diese erschrecken und verscheuchen wollen.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Anzeige auf freiem Fuß angeordnet.