Aschbach-Markt

Erstellt am 27. Mai 2017, 06:13

von Hermann Knapp

Schnelles Internet: Rüsten für Zukunft. Aschbach will in den nächsten fünf Jahren sein Lichtwellenleiternetz massiv ausbauen, auch in Streusiedlungen.

Bürgermeister Martin Schlöglhofer kündigt für die Gemeinde Aschbach eine Offensive in Sachen schnelles Internet an. Foto: Knapp  |  Knapp

Die Gemeinde startet eine Offensive in Sachen Lichtwellenleiter. Schon jetzt werden bei allen Grabungsarbeiten im Gemeindegebiet auch gleich Leerrohre mitverlegt, in die dann später Glasfaserkabel eingeblasen werden können.

„Dazu wird es nötig sein, Leerrohre gezielt zu verlegen“

„Unser Ziel ist es, in fünf Jahren den Bürgern flächendeckend schnelles Internet anbieten zu können. Dazu wird es allerdings auch nötig sein, Leerrohre gezielt zu verlegen. Wir können nicht in jedem Bereich warten, bis uns das dort eine andere Baustelle ermöglicht“, sagt Bürgermeister Martin Schlöglhofer. Die Firma IKW hat schon einen entsprechenden Plan erstellt.

Die Landesgesellschaft nöGIG stellt ja die Leerrohre zur Verfügung, die Kosten für die Grabarbeiten bleiben allerdings vorerst bei der Gemeinde. „Wir treten da sozusagen in Vorleistung. Wenn der Ausbau des Leitungsnetzes abgeschlossen ist, übernimmt es die nöGIG und refundiert uns die Kosten“, sagt Schlöglhofer.

Für den Ortschef ist es wichtig, dass die Gemeinde sich nicht von einem einzigen Netzbetreiber abhängig macht. „Ich sehe das wie damals den Ausbau des Telefonnetzes. Das ist ein Service, das wir den Bürgern künftig bieten müssen. Die Glasfaser ist die Zukunft. Die Infrastruktur sollte aber unbedingt im Besitz der öffentlichen Hand bleiben.“

Derzeit wird Aschbach ja hauptsächlich vom Anbieter A1 mit Internet versorgt, allerdings ausschließlich durch Kupferkabel. Da sind der Geschwindigkeit der Datenübertragung aber Grenzen gesetzt. „Schnelles Internet wird in Zukunft allerdings noch wichtiger werden und ich will, dass auch unsere Streusiedlungen damit versorgt werden“, sagt Schlöglhofer.