Amstetten

Erstellt am 19. April 2017, 05:53

von Hermann Knapp

Wirtschaft im Bezirk Amstetten springt an. Die Auftragsbücher der Bauunternehmen im Bezirk sind bis Sommer voll und auch andere Branchen sind optimistisch, dass Konjunktur endgültig anzieht.

Große Projekte wie der Ausbau des Klinikums in Mauer sorgen dafür, dass die Auftragsbücher der Baufirmen voll sind. Wirtschaftsbundobfrau Michaela Hinterholzer freut sich über die positiven Signale aus der Wirtschaft im Bezirk. Foto: Hudler  |  Heribert Hudler

„Es ist spürbar, dass der Wirtschaftsmotor anspringt. Vor allem die Baubranche darf sich über merklich mehr Aufträge freuen. Im Privatbereich wird, da es ja kaum Verzinsung gibt, Geld ausgegeben, aber auch die Wirtschaft fängt jetzt wieder an zu investieren“, sagt Wirtschaftsbundobfrau Michaela Hinterholzer.

Natürlich seien auch die 175 Millionen Euro, die der Bund an Gemeinden für Projekte ausschütte, die sie noch nicht im Budget vorgesehen hatten, ein Konjunkturmotor. Die Gelder werden entsprechend der Einwohnerzahl zugeteilt.

„In den letzten zwei Jahren wurde viel gejammert“

„Das bringt natürlich zusätzliche Aufträge für die Bauwirtschaft. In Öhling werden wir den Sturmhof heuer fertigmachen. Gerade für den Gemeindesaal hatten wir ja da einiges noch nicht veranschlagt. Ich bin sicher, dass jede Kommune Projekte in der Hinterhand hat, mit denen sie sich die Förderung abholen kann“, sagt die VP-Politikerin. Aber nicht nur aus der Bauwirtschaft kämen, so Hinterholzer, positive Signale. Sie bekomme auch von anderen Branchen durchwegs erfreuliche Meldungen.

Für Wirtschaftskammerobmann Reinhard Mösl ist die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt der beste Indikator für wirtschaftlichen Aufschwung. Er ortet vor allem einen Stimmungswechsel. „In den letzten zwei Jahren wurde viel gejammert, jetzt sehen viele die Entwicklung positiv und schauen optimistisch in die Zukunft.“

Mösl beklagt aber, dass sich Betriebe oft schwertun, von Banken Kredite zu bekommen. „Da spielt auch der Trend zur Zentralisierung mit. Die Institute werden größer und die Ansprechpartner vor Ort, die man kennt, haben oft nicht mehr die nötigen Kompetenzen. Das macht alles schwieriger.“

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