Erstellt am 18. Dezember 2015, 00:00

Augenblick, Wien, Weihnacht..

 |  NOEN, Symbolbild
Er und ich teilen nicht mehr als einen Blick. Während er gerade in Wien angekommen ist, muss ich es wieder verlassen. Sein Blick gleitet verloren über den Bahnhof, lang und weit, so muss seine Odyssee wohl auch gewesen sein. Wie bist du über das Meer gekommen, laufend?

Will ich fragen, aber ich sage nichts, sondern gehe schweigend weiter. Später dann, schweige ich nicht, sondern singe vom Frieden, wünschend, ich hätte mehr mit ihm geteilt als einen Blick.
 

von Barbara Peveling

x  |  NOEN, privat
2015 1. Platz beim Goldegg Book Slam in Wien
2015 Manfred Görg Juniorpreis
2013 Doktor in Geschichte, EHESS Paris (Thema: Migration und Religion im Mittelmeerraum. Spezialisierung auf die Kultur des nordafrikanischen Judentums)
2013 Doktor in der Ethnologie, Eberhard Karls Universität Tübingen (Thema: Migration und Religion im Mittelmeerraum. Spezialisierung auf die Kultur des nordafrikanischen Judentums)
2010 Geburt der Zwillinge
2009 «Wir Glückspilze», Roman. Nagel und Kimche Verlag, Zürich
2007 Poesie in «Akzente Zeitschrift für Literatur» Heft 5/ Oktober
2007, Hanser Verlag, München
2006 Feldforschung in Belsunce, Marseille, Frankreich
2006 Finalistin beim 14. Open Mike
2004-2006 Freie Mitarbeiterin am Lindenmuseum in Stuttgart im Bereich der Museumspädagogik
2004 Magister in Ethnologie und Erziehungswissenschaften, Eberhard Karls Universität Tübingen
2002 Diplom für kreatives Schreiben am «Studio für Literatur» Universität Tübingen
1999 Geburt einer Tochter
1995-1997 Aufenthalt in Israel
1995 Abitur
1974 in Siegen geboren

Zur Aktion:

Am Literaturbewerb des art.experience Festivals 2015 in Baden bei Wien haben sich viele hundert Menschen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Österreich, Deutschland und der Schweiz – mit ihren Kurzgeschichten und Gedichten beteiligt. Die wenigen Finalistinnen und Finalisten haben wir um einen Beitrag für den NÖN-Adventkalender gebeten. Das Ergebnis finden Sie hier Tag für Tag. Es sind schöne, berührende, aber auch anspruchsvolle und verstörende Texte. Wie das Leben und die Menschen so sind, gerade zu Weihnachten.