Erstellt am 23. Februar 2016, 11:21

von APA/Red

Ausstellung "Schau ma amoi" ab 1. April. Im Stift Seitenstetten in NÖ wird am 1. April die Sonderausstellung "Schau ma amoi - Wirtschaft & Werte 2.0" eröffnet.

Stift Seitenstetten. Foto: Diözese St. Pölten  |  NOEN, Diözese St. Pölten

Zum 125. Geburtstag des "Staatsvertragskanzlers" Julius Raab, Absolvent des Stiftsgymnasiums, werden die Werte der sozialen Marktwirtschaft der Nachkriegszeit, die Ordensregel des Heiligen Benedikt sowie Wirtschaften und Arbeiten im 21. Jahrhundert gegenübergestellt.

"Wir zeigen in dieser Ausstellung keine Kunstschätze, sondern wollen die Menschen zum Denken bringen", sagte Abt Petrus Pilsinger am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Stift Seitenstetten im Mostviertel. So stelle etwa eine "Handy-Kathedrale" in der Schau das Smartphone als "Allerheiligstes" und Symbol der heutigen Welt dar. Fotografien und Notizbücher aus dem privaten Nachlass Raabs, den er dem Benediktinerkloster vermacht hat, sollen Einblick in sein Denken und seine Werte geben.

Themen: Bildung, Flüchtlinge uvm.

Beleuchtet werden aktuelle Themen wie Bildung, Flüchtlinge, Nachhaltigkeit, Umgang mit der Natur, Wert des Menschen und Entschleunigung, sagte Abt Pilsinger. Außerdem wird das Kloster als Wirtschaftsbetrieb präsentiert.

"Julius Raab war Baumeister im doppelten Sinne: Baumeister der Republik und der Sozialpartnerschaft", sagte Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer . Als Symbol für den "Staatsvertragskanzler" wurde auf dem Plakat zur Ausstellung eine Knackwurst - die Lieblingsspeise Raabs - gewählt, ein Kreuz stellt den Heiligen Benedikt von Nursia dar, ein Smartphone die globalisierte Welt des 21. Jahrhunderts.

Geöffnet ist die Ausstellung heuer bis 31. Oktober und nach der Winterpause von 1. April bis 31. Oktober 2017. Als Rahmenprogramm sind neben Kulturveranstaltungen auch Diskussionen und Vorträge in Kooperation mit Betrieben aus der Region geplant.