Erstellt am 19. September 2015, 08:22

Award für Amstettner. Der 37-jährige Forscher Wolfgang Gruber wurde in Japan mit dem viel beachteten „Nagamori Award“ ausgezeichnet.

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Vor zwei Wochen nahm der 37-jährige Amstettner Wolfgang Gruber in Kyoto (Japan) als einer von sechs Preisträgern den „Nagamori Award“ entgegen. Dieser Preis wurde heuer zum ersten Mal vergeben. Insgesamt sechs Wissenschaftler aus Japan, Taiwan, der Schweiz und Österreich wurden damit für ihre Forschungen von der Nagamori Foundation des japanischen Unternehmens „Nidec“ – einer der weltweit größten (Klein)Motoren-Hersteller – ausgezeichnet.

Ziel des Awards ist die Förderung von Forschung und Entwicklung von Motoren und motorbezogenen Technologien, die zu einem besseren Leben der Gesellschaft beitragen und die Umwelt nachhaltig schützen. Es sollen herausragende Jungforscher und Techniker aus aller Welt unterstützt werden, die ihre Arbeit mit großer Leidenschaft ausüben.

Forscher aus Leidenschaft

Und wie die Jury befand, ist Assistenzprofessor Wolfgang Gruber vom Institut für Elektrische Antriebe und Leistungselektronik der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) genau so ein Forscher aus Leidenschaft. Er wurde konkret für seine Leistungen im Bereich Design, Optimierung und Herstellung von neuartigen „lagerlosen Scheibenmotoren“ und deren industrielle Anwendung als Award-Gewinner ausgewählt. Lagerlose Motoren sind kompakte magnetisch gelagerte Antriebe, die vor allem in der Medizintechnik als Herzpumpen oder in der Halbleiterfertigung als Förderpumpen höchstreiner Medien eingesetzt werden. Als Projektleiter bei der LCM GmbH konnte Gruber in Zusammenarbeit mit der schweizerischen Levitronix GmbH, dem Weltmarktführer im Bereich lagerloser Motoren, zahlreiche neue Motorkonzepte erfolgreich umsetzen.

Doch der „Nagamori Award“ ist längst nicht der einzige großartige Erfolg des Amstettners. Er kann bereits auf eine lange Liste an Auszeichnungen verweisen.

Im Juni etwa nahm Gruber in Sydney (Australien) an der internationalen Konferenz PEDS 2015 (Power Electronic and Drive Systems) teil. Dort präsentierte er sein Paper „On the self-sensing technique based on the interlink voltage of two serially connected phase coils“. Unter anderem wurde auch seine Dissertation 2010 mit dem Mechatronik-Preis (MEC) für die beste Dissertation an österreichischen Universitäten sowie der Scientific Community des ACCM (Austrian Center of Competence in Mechatronics) ausgezeichnet.

Aktuell ist der verheiratete Amstettner und Vater eines Sohnes am berühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston (USA) tätig.