Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:47

von Ingrid Vogl

B123-Umfahrung kann gebaut werden. Einer Umsetzung der seit Jahrzehnten geplanten Umfahrung in Windpassing und Pyburg steht nichts mehr im Wege. Der Spatenstich wurde für 3. November angesetzt.

Überbringer der guten Nachrichten: Werner Pracherstorfer vom Amt der NÖ Landesregierung (2.v.r.) mit den Bürgermeistern Rudolf Divinzenz und Alfred Buchberger sowie Daniel Lachmayr (re.), der die Infoveranstaltung im Ennsdorfer Gewäxhaus moderierte. Foto: Vogl  |  NOEN, Ingrid Vogl
Vor ziemlich genau acht Monaten wurden die Bürger aus Windpassing und Pyburg im Rahmen einer Infoveranstaltung mit der Hiobsbotschaft konfrontiert, dass der Straßenbaubewilligungsbescheid für die B123-Umfahrung wegen Verfahrensmängeln aufgehoben wurde und sich der Bau der seit zwei Jahrzehnten ersehnten Straße erneut verzögert.

Einspruchsmöglichkeiten „nicht tragisch“

Vergangene Woche versammelte sich die leidgeprüfte Bevölkerung erneut im Ennsdorfer Gewäxhaus, um sich aus erster Hand über die neuesten Entwicklungen in Sachen Umfahrung zu informieren.

Diesmal hatte Werner Pracherstorfer vom Amt der NÖ Landesregierung gute Nachrichten mitgebracht.

„Die Bescheide aus dem wasserrechtlichen, dem straßenrechtlichen und dem UVP-Feststellungsverfahren sind rechtskräftig und im Bestand. Mit der Umsetzung der Umfahrung kann daher begonnen werden“, stellte der Experte klar.

Er gab aber auch zu, dass es immer noch Einspruchsmöglichkeiten gibt. „Das sehen wir nicht tragisch. Wir leben mit solchen Dingen. Wir sind überzeugt, dass wir eventuelle Einsprüche abwehren können. Wir haben einen Bescheid und den setzen wir um. Wir werden alles tun, damit wir das Projekt zum Abschluss bringen können“, versprach Pracherstorfer

„Ich bin ja ein gebranntes Kind“

Die Ausschreibung wurde ja bereits gemacht, der Zuschlag wird demnächst erfolgen. Der Baubeginn für die rund zweieinhalb Kilometer lange Umfahrung ist noch für November geplant, die Fertigstellung für Ende 2017. Ein Termin wurde bereits genau fixiert: Der Spatenstich wird am 3. November erfolgen.

Dass die unendliche Geschichte B123-Umfahrung nach über zwei Jahrzehnten zu einem positiven Ende finden dürfte, freut auch die Bürgermeister der beiden Gemeinden.

„Ich bin ja ein gebranntes Kind, aber wenn der Herr Landeshauptmann zum Spatenstich zu uns herauskommt, dann können wir davon ausgehen, dass jetzt wirklich mit dem Bau begonnen wird“, scheint auch bei Ennsdorfs Bürgermeister Alfred Buchberger (SPÖ) die letzte Skepsis zu schwinden.

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