Erstellt am 27. November 2015, 04:43

von Daniela Führer

Bankenhochzeit: Fusion lief problemlos. Letzte Woche erfolgte die Eintragung ins Firmenbuch und die technische Fusion der Raiba St. Georgen mit Amstetten.

Die drei Amstettner Geschäftsleiter und Direktoren Gerhard Springer, Johann Pichlmayer und Andreas Weber begrüßen die St. Georgner Kollegen Gerhard Eder, der weiterhin Bankstellenleiter in St. Georgen/Ybbsfelde bleibt, und Johann Preßl (v.l.), der mit Montag in den Hauptsitz der Raiba Region Amstetten am Raiffeisenplatz 1 wechselte. Foto: Schlemmer  |  NOEN, Schlemmer

Mit der Eintragung ins Firmenbuch am Dienstag und der technischen Fusion am Freitag wurde die von Teilen der Bevölkerung sehr umstrittene Fusion der Raiffeisenbank St. Georgen mit der Raiba Region Amstetten nun endgültig Realität.

Eder: „Ich arbeite gerne im Hintergrund“

Montag Früh schlug die Stunde der Wahrheit: „Es hat alles perfekt geklappt, der Betrieb lief super an“, berichtet der nunmehr alleinige Bankstellenleiter Gerhard Eder. Außerdem hieß es, Abschied nehmen: Johann Preßl, bislang gemeinsam mit Eder Geschäftsleiter, wechselte mit Montag nach Amstetten in den Raiba-Stammsitz. Dort wird er in der Buchhaltung und im Facility Management tätig sein.

„Ich arbeite gerne im Hintergrund“, blickt er mit Vorfreude seiner neuen Aufgabe entgegen. Drei weitere Mitarbeiter gingen ebenfalls nach Amstetten in die Administration. Die St. Georgner Kundenbetreuer – Bankstellenleiter Gerhard Eder eingeschlossen – bleiben in der Filiale vor Ort. Für die Kunden wiederum änderte sich die Bankverbindung und daher erhalten alle neue Bankomatkarten.

Weber: „Es wurde viel Porzellan zerschlagen“

Mit den 2.000 Kunden aus St. Georgen verfügt die Raiba Region Amstetten seit Montag über 40.000 Kunden. Das sei vor allem ein Vorteil für die St. Georgner, erklärt Raiba Amstetten-Geschäftsleiter Johann Pichlmayer: „Die Fusion bringt eine wesentliche Verwaltungserleichterung für die St. Georgner Mitarbeiter, da diese Aufgabe die Zentrale übernimmt.“

Außerdem verfüge die Großbank über ganz andere Strukturen – zum Vorteil der Kunden: „Wir haben zum Beispiel eine große Firmenkundenabteilung oder ein eigenes „private banking-Team“, das für veranlagungslastige Kunden da ist. Bislang mussten sich die St. Georgner Mitarbeiter vom Bausparer bis zur großen Veranlagung um alles kümmern“, erklärt er. „Auch im Großkreditbereich gibt es jetzt viel mehr Möglichkeiten.“

Rückblickend beschreibt Raiba Region Amstetten-Geschäftsleiter Andreas Weber den Weg zur Fusion, der erst beim zweiten Anlauf genug Zustimmung bei den Genossenschaftsmitgliedern gefunden hat und harte Kritik von Fusionsgegnern erntete, als „steinig, vor allem für die handelnden Personen, die die Überzeugungsarbeit leisten mussten. Es wurde leider von den Fusionsgegnern viel Porzellan zerschlagen“, sagt Weber.Für 2015 erwartet die Raiffeisenbank Region Amstetten übrigens ein sehr gutes Ergebnis.