Erstellt am 28. September 2015, 09:31

von Hermann Knapp

Bankenhochzeit hat problemlos geklappt. Volksbank Alpenvorland hat sich mit der Volksbank St. Pölten zusammengeschlossen. Bankstellen bleiben erhalten.

Die Vorstände der Volksbank Niederösterreich (v.l.n.r.) freuen sich über die geglückte Fusion: Rainer Kuhnle, Johann Bauer, Adolf Hammerl, Reinhard Diem und Helmut Emminger. Foto: Sengstschmid  |  NOEN, Sengstschmid

Die Fusion ist perfekt. Nach dem rechtlichen Zusammenschluss der Volksbank Alpenvorland mit der Volksbank NÖ St. Pölten-Krems-Zwettl zur Volksbank Niederösterreich AG am 1. September, wurde nun auch die technische Fusion vollzogen.

Am Wochenende von 19. auf 20. September konnten die Bankkunden daher Bankomaten und Telebanking nicht nutzen. Sie wurden aber vorher darüber informiert. „Wir hatten nur etwa zehn Anfragen von Personen, die die Mitteilung nicht gelesen hatten“, berichtet Bankensprecher Peter Digruber.

„Stehen auch weiterhin zu unseren Werten“

Neuer Kontonummern bedarf es zwar nicht, da sich diese nicht mit denen der anderen Banken überschneiden, aber der IBAN-Code muss natürlich geändert werden. „Alle Kunden erhalten in diesen Tagen daher auch eine neue Bankomatkarte. Die alte wird aber auch noch ein paar Wochen gültig bleiben“, sagt Digruber.

Der bisherige Direktor der Volksbank Alpenvorland, Adolf Hammerl, betont, dass sich sonst für die Kunden nichts ändert: „Wir stehen auch weiterhin zu unseren Werten: Kundenpartnerschaft, Regionalität und Vertrauen!“

Hammerl wird künftig Vorstandsmitglied der neuen großen Regionalbank sein. Die Zentrale befindet sich in St. Pölten, in Amstetten bleibt aber eine Regionaldirektion erhalten, die von Dietmar Steindl geleitet wird. Ihr Sitz wird im Gebäude am Hauptplatz sein. Derzeit finden dort aber noch Adaptierungs- und Umbauarbeiten statt.

Rund 30 Beschäftigte gehen nach St. Pölten

Von den rund 40 Beschäftigten der bisherigen Volksbank Alpenvorland werden rund 30 bis Weihnachten nach St. Pölten wechseln. Die Bankstellen am Hauptplatz (acht Mitarbeiter) und in der Kruppstraße (sechs Mitarbeiter) bleiben erhalten.

Die Volksbank Niederösterreich AG wird aber noch weiter wachsen. Insgesamt schließen sich zehn Institute zu einer großen Regionalbank zusammen. „Sie hat künftig eine Größe, die alle notwendigen Herausforderungen der Zukunft sehr gut bewältigen kann und dank einer dezentralen Struktur auch über die notwendige regionale Verankerung verfügt“, sagt Hammerl.


Bankenhochzeit

  • Der Hochzeitsreigen der Volksbanken hat im Sommer 2014 begonnen – mit dem Zusammenschluss der Volksbanken St. Pölten und Krems-Zwettl. Im September 2015 kamen die Volksbanken Alpenvorland und Donau-Weinland hinzu. Die Volksbank Niederösterreich AG weist nun eine Bilanzsumme von 1,94 Mrd. Euro auf, hat 54 Filialen und rund 580 Mitarbeiter.

  • Noch heuer sollen auch die Volksbank Fels am Wagram und die Volksbank Tullnerfeld fusionieren.

  • Im Jahr 2016 werden dann noch die Volksbanken Enns-St. Valentin, Oberes Waldviertel, Ötscherland und Horn hinzukommen.

  • Im Endausbau wird sich die neue Volksbank vom westlichen Rand Wiens (Langenzersdorf, Korneuburg) über den Zentralraum Niederösterreichs bis nach Steyr in Oberösterreich erstrecken, 3,5 Mrd. Euro Bilanzsumme haben, über 90 Filialen und fast 900 Mitarbeiter aufweisen.