Erstellt am 16. Februar 2016, 05:39

von Claudia Stöcklöcker

Bankomat-Knacker machte fette Beute. 68.000 Euro erbeutete ein Slowake in Amstettner Baumax-Filiale. Gescheitertem Landsmann wird Prozess gemacht.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Den Bankomaten in der ehemaligen Baumax-Filiale in Amstetten knackten Einbrecher. Mit 68.000 Euro Beute flüchtete einer, der Zweite wurde geschnappt. Im Prozess am Landesgericht St. Pölten wird diesem nun der Prozess gemacht.

„Die Werkzeuge lagen dort am Präsentierteller“

„Ich habe das Glasportal bei der Lieferantentür mit der Axt eingeschlagen, die Sensoren der Bewegungsmelder abgeklebt“, erzählt der 35-jährige Slowake.

Mit Winkelschleifer, Bohrhammer und Brecheisen machte er sich am Bankomaten zu schaffen. „Optimal im Baumarkt. Die Werkzeuge lagen dort am Präsentierteller“, meint der Richter.

„Habe nicht gewusst, wie man Bankomat aufmacht“

An die heiß begehrte Beute gelangte der Slowake aber nicht. „Ich habe nicht gewusst, wie man den Bankomaten aufmacht. 20 Minuten lang habe ich es probiert. Dabei hab’ ich ein Kabel durchtrennt, mein Kollege hat mit mir geschimpft“, berichtet er weiter.

„Weil es einen Stromausfall gegeben hat“, setzt der Richter fort. Der Angeklagte nickt und sagt: „Dann bin ich davongelaufen.“

Seinem Landsmann gelang der große Coup. Mit der Beute setzte er sich ab. Wie viel der 35-Jährige davon erhalten hätte sollen? „Zehn Prozent.“

Für den Angeklagten, der wegen eines anderen Einbruchs bereits Strafe ausgefasst hat, setzt es nun zusätzlich neun Monate Gefängnis (nicht rechtskräftig). „Von bedingter Entlassung aus der Haft wird Abstand genommen“, so der Richter.