Amstetten

Update am 18. Oktober 2016, 09:34

von Hermann Knapp

Aus für Mekam-Tonne. Haushalte bekommen eigene Restmüll- und eigene Biotonne. 2018 kommt der gelbe Sack zur Sammlung von Kunststoffen.

gda-Verbandsobmann Anton Kasser verkündet das Aus für die Mekam-Tonne.  |  NOEN, Knapp

Die Mekam-Tonne (Mehrkammern-Tonne) hat bald ausgedient. Anfang der 1990er-Jahre eingeführt, hat sie sich letztlich nicht wirklich bewährt. „Die Mekam-Idee hat sich überlebt. In Niederösterreich sind wir mit unseren Tonnen alleine, nur in der Steiermark werden sie auch noch in einem Bezirk verwendet und in Deutschland“, berichtet der Obmann des Gemeinde-Dienstleistungsverbandes (gda), Anton Kasser.

Übernächstes Jahr wird der gelbe Sack eingeführt

Den endgültigen Todesstoß versetzt dem Mehrkammernsystem die in letzter Zeit immer schlechter werdende Trennqualität. „Es landet zunehmend mehr Abfall im Biomüll, entweder durch unabsichtliche Fehlwürfe oder auch durch Schlampigkeit. Und ein wenig wird sich auch beim Kippen vermischen“, sagt Kasser.

Die Konsequenz daraus: Dem Verband entstand in letzter Zeit beim Biomüll ein erheblicher finanzieller Schaden. Denn bei schlechter Trennqualität haben die Entsorger einen höheren Aufwand und schrauben daher die Preise in die Höhe. „Die Gemeinden sollen ab nächstem Jahr umstellen. Die Entscheidung, wann genau sie das tun, überlassen wir aber ihnen und den Frächtern“, sagt Kasser.

Das Aus für die Mekam-Tonne ist aber nicht die einzige große Veränderung, die in Sachen Müllentsorgung auf die Haushalte im Bezirk zukommt. Im Jahr 2018 wird nämlich der gelbe Sack eingeführt. Dann müssen nur noch Glas und Alu zur Altstoffsammelinsel gebracht werden. Alles vom Plastiksackerl über Kunststoffverpackungen bis hin zu Tetrapacks können die Bürger zu Hause sammeln – eben im gelben Sack.

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