Ardagger , St. Georgen am Ybbsfelde

Erstellt am 30. Januar 2018, 04:41

von Peter Führer

Lisa und Christina holten Preis mit Videoclip. Lisa Neuhauser aus Ardagger Stift und Christina Burgstaller aus Krahof wurden für ihren Clip „Liebesbriefe“ auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ausgezeichnet.

Große Freude über den ersten Platz beim Videowettbewerb „Clip my Farm“: Bauernbundobmann Georg Strasser, Christina Burgstaller, Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger und Lisa Neuhauser (von links). Foto: privat  |  privat

Groß ist die Freude bei Lisa Neuhauser (20) aus Ardagger und Christina Burgstaller (ebenfalls 20) aus Krahof. Die beiden jungen Damen schafften es beim Videowettbewerb „Clip my Farm“ auf den ersten Platz. „Mit dem ersten Platz rechneten wir nicht, daher freute es uns umso mehr“, schildert Neuhauser ihre Gemütslage.

Unter ingesamt 40 Teilnehmern aus Österreich und Deutschland sicherte sie sich mit Burgstaller den Sieg bei der Wertung für österreichische Starter. Der österreichische Preis wurde vom Landwirtschaftsministerium und der Landwirtschaftskammer Österreich gesponsert.

Über das Image der heutigen Landwirtschaft

Die Idee zur Teilnahme am Videobewerb kam Burgstaller und Neuhauser nach der Matura an der Höheren Bundeslehranstalt (HBLA) für Landwirtschaft und Ernährung in Elmberg, Linz.

„Dort beschäftigten wir uns oft mit dem Image der heutigen Landwirtschaft in der Gesellschaft. Immer wieder waren wir entsetzt, wie wenig Konsumenten über die Agrarwirtschaft Bescheid wissen. Bei uns an der Schule entdeckten wir dann das Werbeplakat vom „Clip my farm“-Videowettbewerb und waren sofort vom Thema ‚Stadt.Land.Plus‘ begeistert“, erinnert sich Lisa Neuhauser zurück.

Nachdem beide auf einem Milchviehbetrieb aufgewachsen waren und während der Schulzeit die Stadt Linz kennenlernten, kannten sie sowohl die guten, als auch die schlechten Seiten von Land- und Stadtleben. „Mit einem Gedicht und passenden Videoausschnitten wollten wir zeigen, dass Landmenschen und Städter von einander lernen können“, schildert Neuhauser.

Drei Monate wurde am Video gearbeitet

Mitstreiterin Christina Burgstaller ergänzt: „Die Intention des Videos ist, dass die Burschen vom Land und von der Stadt beide ihre Vorzüge haben und auf ihre Weise anziehend sind. Das wissen wir aus persönlicher Erfahrung und ist auch oft Gesprächsthema. Letzendlich wäre es das Ziel, dass alle voneinander lernen sollten, anstatt sich gegenseitig abzustempeln.“ Und so war die Idee für das Video „Liebesbriefe“ geboren.

Insgesamt dauerte der gesamte Prozess, bis das Video fertig war, drei Monate. Eine genaue Stundenaufzeichnung gibt es nicht, vielmehr haben die beiden Damen immer, wenn Gelegenheit war, am Video gearbeitet. „Es hat uns ziemlich viel Spaß gemacht, da vergeht die Zeit schnell“, erinnern sie sich. Die Preisverleihung fand auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin statt.

Prämiert wurden die beiden erfolgreichen 20-Jährigen von Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.