Amstetten , Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 30. August 2016, 05:04

von Hermann Knapp

Gefährliche Transporte: Lenker unglaublich fahrlässig. Verkehrspolizisten stießen bei ihren Kontrollen im Bezirk Amstetten auf viele Frachten, die unsachgemäß oder gar nicht gesichert waren. Es hätte leicht zum Unglück kommen können.

Zu hoch, zu schwer und zu schlecht gesichert. Die Polizei zog diesen Transport von Leimbindern und Fertighausteilen wegen Gefahr in Verzug aus dem Verkehr.  |  NOEN, privat

Kopfschütteln und ungläubiges Staunen lösten ertappte Verkehrssünder bei den Verkehrsdienstbeamten des Polizeibezirkskommandos Amstetten und Waidhofen in den ersten Monaten dieses Jahres oft aus.

Alte Möbel auf dem Weg zum Altstoffsammelzentrum. Die Gurte hätten bei einer Bremsung wohl kaum verhindern können, dass sich die Ladung auf der Straße verteilt.  |  NOEN

Die Exekutive führt mehrmals monatlich Schwerverkehrskontrollen durch und stößt dabei immer wieder auf Gefährte, deren Ladung gar nicht oder extrem vorschriftswidrig „gesichert“ ist. „Die Fahrer sind sich meist gar nicht bewusst darüber, welcher Gefährdung sie andere Verkehrsteilnehmer durch ihre Fahrlässigkeit aussetzen. Es muss sich aber nur ein Teil der Ladung lösen und auf die Straße fallen und schon kann ein schlimmer Unfall die Folge sein“, sagt einer der Beamten.

Ertappten Sündern wird die Weiterfahrt untersagt, bis sie den ordnungsgemäßen Zustand der Fracht hergestellt haben. Außerdem folgt eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft.

Nur mit einem Kranarm wurden schwere Grabsteine auf dem Transporter gehalten. Sie hätten leicht herunterfliegen können.  |  NOEN

Unter anderem stießen die Polizisten auf einen Transport mit schweren Fichtenleimbindern und Fertighausteilen. „Die Ladung hatte eine Höhe von 4,7 Metern, gesetzlich erlaubt sind aber nur vier Meter. Außerdem waren die Leimbinder zu schwer und bereits verrutscht, weil sich Zurrgurte während der Fahrt gelockert hatten. Es war da wirklich Gefahr in Verzug“, berichtet der Beamte.

An eine Weiterfahrt war in diesem Fall überhaupt nicht zu denken. Die Leimbinder mussten auf einen dafür geeigneten Transporter umgeladen werden.

Diese Paletten waren nicht gesichert und schon verrutscht. Es war Gefahr in Verzug.  |  NOEN

Gestoppt wurde bei einer Kontrolle kürzlich auch ein Lenker, der mit Paletten unterwegs war, die er als Heizmaterial nach Hause bringen wollte. Sie waren überhaupt nicht gesichert und wären bei einer Bremsung vermutlich auf der Straße gelandet. Auch da setzte es natürlich eine Anzeige. Ein weiterer Verkehrssünder war mit alten Möbeln Richtung Altstoffsammelzentrum unterwegs. Er hatte sie mit einigen Gurten nur fahrlässig festgezurrt. Auch sie hätten leicht herunterfallen können.

Ihren Augen trauten die Polizisten im Bereich Waidhofen an der Ybbs kaum, als sie einen Transport von alten Grabsteinen anhielten. Das Fahrzeug war völlig überladen und die schweren Steine wurden nur mit einem Kranarm gehalten. Natürlich wurde dem Lenker die Weiterfahrt untersagt.