Amstetten , Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 03. Januar 2018, 03:44

von Hermann Knapp

Landtagswahl: Fünfkampf bei der Volkspartei. Die ÖVP will durch den Vorzugsstimmenwahlkampf ihre Wähler im Bezirk mobilisieren.

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Am 8. Jänner geht der Landtagswahlkampf in die heiße Phase. Im Hintergrund haben die Parteien ja längst die Weichen für den Urnengang gestellt. Die Kandidaten stehen in den Startlöchern.

Bei der Volkspartei führt Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer die Liste an. Am zweiten Platz folgt Landtagsabgeordneter Anton Kasser. Dann kommen die Herausforderer: Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer, Bundesrat und Bezirksbauernbundobmann Andreas Pum aus St. Valentin und Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr.

Alle fünf rechnen sich Chancen auf eines der zwei Grundmandate aus, die die Volkspartei im Bezirk hält, denn es gibt keinen Amtsbonus. Jene beiden Kandidaten, die am Ende die meisten Vorzugsstimmen verbuchen können, werden in den Landtag einziehen.

Ein drittes Grundmandat, wie es die ÖVP bis 2013 innehatte, ist seit der Auflösung des Bezirks Wien-Umgebung außer Reichweite, weil sich die Wahl zahl dadurch gravierend verändert hat. Die ÖVP bräuchte da jetzt schon 76 Prozent der Stimmen. Bei der letzten Wahl bekam sie rund 54 Prozent.

Amtsinhaber bauen auf ihren Bekanntheitsgrad

„Ich möchte gerne wieder in den Landtag einziehen. Ich habe noch viel vor und wenn die Wähler und Wählerinnen mit meiner Arbeit zufrieden waren, dann werden sie das mit ihrer Vorzugsstimme auch zum Ausdruck bringen“, sagt Michaela Hinterholzer.

Anton Kasser ist diesmal der Kandidat des Bauernbundes für den ganzen Bezirk, was sicher ein Vorteil gegenüber 2013 ist. „Ich bin in den letzten Jahren sehr viel im Bezirk unterwegs gewesen. Wenn den Menschen meine Arbeit gepasst hat, wird das Wahlergebnis stimmen“, gibt er sich zuversichtlich.

Werner Krammer geht es um „einen gewissen Stil in der Politik, den ich auch in das Land tragen möchte. Man muss den Bürgern auf Augenhöhe begegnen und sie zum Mitgestalten animieren.“

Andreas Pum will sich auch weiterhin für die Landwirtschaft und die Familien stark machen. „Ich habe in den letzten Jahren für die Region großen Einsatz gezeigt, und hoffe, dass die Wähler und Wählerinnen das honorieren werden.“

„Neuen Geist“ in die Politik bringen

Lukas Michlmayr will wie Kanzler Sebastian Kurz einen neuen Geist in die Politik bringen. „Dazu bedarf es junger Leute. Denn derzeit gibt es im Landtag keinen ÖVP-Vertreter unter 25 Jahren.“

Bezirksparteiobmann Andreas Hanger ist mit der Kandidatenliste im Bezirk insgesamt sehr zufrieden: „Der jüngste Kandidat, Florian Eletzhofer, ist 19 Jahre, die älteste Kandidatin, Gertraud Bavorovsky, 74 Jahre. Insgesamt sind fünf Kandidaten unter 30 Jahre und wir haben mehr Frauen als Männer. Es ist ein Team, in dem sich alle Berufsgruppen und alle Bereiche des Bezirks finden.“

Über das Wahlprogramm für den Bezirk herrscht noch Stillschweigen. Das wird die ÖVP erst nach dem offiziellen Wahlauftakt im Land präsentieren.