Erstellt am 04. Juli 2016, 08:54

von Daniela Führer

Online-Börse: „Willhaben“ für Obstbauern. Käufer und Verkäufer von Obst sowie Obstzubehör werden auf schachern.at vernetzt. 600 User aus mehreren Bundesländern sind bereits dabei.

Wirkten an der Online-Obstbörse www.schachern.at mit (v.l.): Josef Hörersdorfer (Firma Q2E), Moststraße-Geschäftsführer Christian Haberhauer, Moststraße-Obfrau, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Geschäftsführer des Obstbauverbandes Mostviertel Andreas Ennser, Obstbauverband-Obmann Hans Hiebl und Gerhard Reikersdorfer (Firma REEM). Foto: Schlemmer  |  NOEN

Eine Handelsplattform im Internet, eine Art „willhaben.at“ nur für Obst und Produkte zur Obstverarbeitung. Das ist der neueste Streich aus einer Kooperation des Tourismusverbands Mostviertel und des Obstbauverbandes. Diese Website verbindet und vernetzt Obstverarbeiter im Mostviertel und – wird es gut angenommen – im Prinzip sogar österreichweit. „Wir haben schon 600 User angelegt. Es sind neben Niederösterreichern auch schon Steirer, Oberösterreicher und Burgenländer dabei“, berichtet Andreas Ennser, Geschäftsführer des Obstbauverbandes Mostviertel.

Schlechte Ernte: Plattform soll optimal vermitteln

Der Name des außergewöhnlichen Projekts entspringt wiederum aus etwas im Mostviertel ganz Gewöhnlichem: „Schachern ist ein üblicher Begriff im Mostviertel und das ist es auch, was wir mit der neuen Plattform tun: Wir schachern Obst“, verdeutlicht Josef Hörersdorfer von der Internetagentur Q2E, verantwortlich für Konzeptionierung, Strategie, Initialisierung und Vermarktung. Daher habe man die Plattform www.schachern.at ins Leben gerufen.

Gemeinsam mit Andreas Ennser entwickelte Hörersdorfer diese Online-Obstbörse für jedermann. Käufer und Verkäufer von Obst, aber auch Edelreis, Keller-, Ernte-, Brenntechnik und Heurigenausstattung können sich auf der Homepage kostenlos registrieren. „Und wenn jemand nur einen Zwetschkenbaum im Garten stehen hat und dieses Obst verkaufen möchte, kann er das über diese Plattform tun“, erklärt Hörersdorfer.

Heuer sei das besonders wichtig, denn die Obsternte im Bezirk wird gebietsweise schlecht ausfallen. „Der Frost hat viel beschädigt, daher hoffen wir, dass die Plattform dabei hilft, das wenige Obst optimal zwischen Bauern und Produzenten zu vermitteln“, begrüßt Hans Hiebl, Obmann des Obstbauverbandes Mostviertel. Auch Moststraße-Obfrau, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, sieht klare Vorteile im Online-Obsthandel: „Wir vernetzen Bauern auf der einen und Produzenten auf der anderen Seite, damit unterstützen wir auch, wie oft gefordert, den Obstpreis.“