Amstetten

Erstellt am 21. März 2017, 04:00

von Wolfgang Kapf

Recycling-Quote ist top. Stoffliche Wiederverwertung soll durch noch bessere Mülltrennung und Nutzung der Abgabemöglichkeiten erhöht werden.

Anton Kasser, Obmann des Gemeindeverbandes für Umweltschutz, ersucht die Bürger, Strauchschnitt und Grünschnitt bei den Abgabestellen strikt zu trennen.  |  NOEN, Wolfgang Kapf

„Beim Grün schnitt hatten wir wetterbedingt eine Steigerung von 52,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Da sind wir mit dem Kompostieren an die Grenze des Machbaren gestoßen“, erklärte Anton Kasser, Obmann des Gemeindeverbandes für Umweltschutz, bei der Präsentation der Abfallbilanz 2016 am letzten Freitag.

„Erhöhungen der Sammelergebnisse gab es aber auch bei Bauschutt (10 Prozent), Altholz (7,3 Prozent) und Metallen (14,3 Prozent). Das schlägt direkt auf die Recyclingquote durch und die liegt mit 68,6 Prozent knapp unter unserem Wunschziel von 70 Prozent. Abfalltrennung ist sehr wichtig, denn: In die Verbrennungsanlage nach Dürnrohr kommen aktuell nur die restlichen 31,4 Prozent. Europaweit liegt die durchschnittliche stoffliche Wiederverwertung bei etwa 44 Prozent. Bis 2030 will die EU jene 70 Prozent erreichen, auf die uns nur mehr sehr wenig fehlt.“

Kasser verweist auf die bestehende sehr umfangreiche Infrastruktur von Sammeleinrichtungen im Bezirk mit 4.500 Behältern für Verpackungen, 24 Alt stoffsammelzentren und 1.050 Sammelinseln. „Alles bis auf Reifen – also auch Elektrogeräte – kann bei den Abfallsammelzentren kostenlos abgegeben werden. Bachläufe und Waldwege sind nicht für die Entsorgung da!“ Neben der obersten Priorität „Abfallvermeidung“ startet und unterstützt der Verband auch Initiativen, bei denen die Bürger zum Mitmachen eingeladen werden: Aktuelle Schwerpunkte sind „Lebensmittel im Abfall“, der jährliche „Frühjahrsputz im Grünland“ in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Straßenmeistereien sowie die Aktion „Sauberhafte Feste“.