Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:57

von Daniela Führer

Bezirk konnte seine drei Hauben behalten. Das Landhaus Stift Ardagger, der Fischerwirt Ernsthofen und das Gasthaus Mitter in Haag konnten ihre „Hauben“ verteidigen. Landhaus erhielt aber einen Punkt weniger.

Erika und Franz Wagner (r.) mit ihrem Team (v.l.): Georg und Bernhard Reichenvater vom Service (hinten) und die beiden Köche Florian Klement und Simon Ruttinger (vorne). Foto: Kapf  |  NOEN, Kapf

Auf die Gabel, fertig, los! Die Gastro-Kritiker des „Gault Millau“ haben ihre Tour durch die Top-Restaurants in ganz Österreich absolviert. Das finale Urteil ist gefällt und wurde in der Vorwoche im neuen Restaurant-Führer „Gault Millau 2016“ veröffentlicht.

Und dieses beschert den drei Hauben-Betrieben im Bezirk wieder Grund zur Freude, denn das Landhaus Stift Ardagger, der Fischerwirt Ernsthofen und das Gasthaus Mitter in Stadt Haag haben ihre „Haube“ behalten.

Raucher als einziger Kritikpunkt

Der Fischerwirt in Ernsthofen hielt seine 14 Punkte, ebenso konnte das Gasthaus Mitter seine 13 Punkten und die Haube verteidigen. Einzig das Landhaus Stift Ardagger bekam einen Punkt weniger als im Vorjahr und hält nun bei 13 statt 14 Zählern.

Die Freude über die Top-Bewertung im Hause Harthaller beim Fischerwirt Ernsthofen ist groß: „Aus der Bewertung war herauszulesen, dass die Tester an einem Tag gekommen sind, an dem sehr viel los war. Das macht uns noch mehr stolz, dass diese dennoch so positiv ausgefallen ist“, freut sich Anneliese Harthaller.

Der einzige Kritikpunkt der Gault Millau-Bewerter bezieht sich auf rauchende Stammgäste, die „zu einem unangenehmen Faktor werden können“.

„Für uns sind eben alle Gäste gleich“

Anneliese Harthaller weiß, dass das manchen Gast stört: „Das ist immer schwierig, aber wir sind nun einmal ein Wirtshaus und kein Restaurant. Für uns sind alle Gäste gleich und wir wollen keine Schicht vergessen.“

Im Landhaus Ardagger überwiegt trotz des Verlustes von einem Punkt die Freude: „Es ist natürlich nie erfreulich, wenn man einen Punkt verliert, aber es ist eigentlich sekundär, ob wir 13 oder 14 Punkte erhalten haben. Grundsätzlich ist eine Bewertung durch den Gault Millau an sich schon eine Top-Auszeichnung für uns“, erklärt Eigentümer Franz Wagner.

Albin Hawel, Chefkoch des Gasthauses Mitter in Stadt Haag, hat „eine Riesenfreude“ mit der positiven Bewertung seines Hauses, das im Gault Millau schon 25 Mal zum Haubenlokal auserkoren wurde.

Hawel hebt dabei die Wichtigkeit guten Personals besonders hervor: „Gutes Personal ist das Kapital jedes Betriebes.“ Besonders freut ihn auch, dass es drei Haubenlokale im Bezirk gibt. „Je mehr gute Lokale es gibt, desto mehr wertet das die ganze Region auf.“