Erstellt am 22. Januar 2016, 05:28

von Desiree Haselsteiner

Bier-o-mat als durstlöschende Idee. Andreas Göstl wollte Bandkasse von „almost unplugged“ aufbessern. Mit Bier-o-mat ist ihm das auch gelungen.

Andreas Göstl mit seinem Bier-o-maten. Foto: Haselsteiner  |  NOEN, Desiree Haselsteiner
Der 36-jährige Leadsänger der Band „almost unplugged“, Andreas Göstl, ist im Probenraum für den Biereinkauf zuständig. Leider stimmte die Bandkasse nie mit dem Bierverbrauch überein.

Da kam Andreas Göstl, der gelernter Werkzeugmacher ist, eine Idee: „Da meine Bandkollegen oftmals einfach vergessen haben, das getrunkene Bier zu bezahlen, überlegte ich mir, selbst einen Getränkeautomaten zu bauen, denn ein echter Automat ist nicht in einem erschwinglichen Preissegment“, erklärt der 36-Jährige.

„Man wirft einen Euro ein und die Dose kommt unten raus“

Nach drei- bis viermonatiger Entwicklungs- und Bauphase steht der Automat nun im Kühlschrank des Probenraums. „Er zahlt sich voll aus. Durch einige laufende Verbesserungen, wie einem Hebel an der Seite, kann sich nun jeder um einen Euro eine Dose Bier herunterlassen“, berichtet Göstl stolz.

Der selbst gebaute Automat findet auch schon regen Anklang bei den anderen Vereinen in Winklarn. Da es bis jetzt nur einen Prototyp des Bier-o-maten gibt, will Göstl künftig weitere Modelle bauen. „Ich beginne jetzt mit meinem Meisterkurs für Gewerbe- und Metallbautechnik. Wenn ich meine Weiterbildung fertig habe, so Anfang Herbst, werde ich meine Automaten spezifizieren und zum Verkauf anbieten“, meint Göstl.

Der Preis für einen Bier-o-maten beträgt zwischen 300 bis 400 Euro. „Der Automat funktioniert rein mechanisch, man wirft einen Euro ein und die Dose kommt unten raus. Bedenkt man, dass eine Dose 0,42 Cent kostete, zahlt sich der Automat schnell ab“, sagt der Erfinder.

Auch das Design möchte der 36-Jährige verbessern. Eventuell kann dieser später in den jeweiligen Vereinsfarben lackiert werden. Auch Flaschen sollen in Zukunft in den Bier-o-maten passen. „Es trinkt nicht jeder gerne aus Dosen, daher werde ich die Maße auf Flaschen anpassen“, erklärt Andreas Göstl.