Amstetten

Erstellt am 20. August 2016, 05:44

von NÖN Redaktion

Weniger Insolvenzen als im Vorjahr. Prognostiziert wird ein weiterer Rückgang an Privatinsolvenzen.

Gläubigerschutzverband prognostiziert weiteren Rückgang.  |  Bilderbox.com, www.BilderBox.com

Fünf Privatinsolvenzen weniger als im Vorjahr (2015: 22) und eine Unternehmensinsolvenz weniger (2015: 20) wurden im ersten Halbjahr 2016 im Bezirk Amstetten erhoben. Vonseiten des Gläubigerschutzverbandes Creditreform prognostiziert man für 2016 einen weiteren Rückgang der Privatinsolvenzen.

Wer männlich, schlecht ausgebildet, arbeitslos ist und in einer Landeshauptstadt lebt, sei laut Creditreform am meisten von einem Privatkonkurs gefährdet. Die hohe Arbeitslosigkeit verhindere die rasche Entschuldung. Sieben von 10.000 Erwachsenen sind in Österreich insolvent.

Die Unternehmensinsolvenzen steigen wiederum österreichweit an. Eine typische Insolvenz betrifft ein Einzelunternehmen oder ein Unternehmen mit weniger als fünf Arbeitnehmern, das vornehmlich im Bau(neben)gewerbe tätig ist, weniger als 300.000 Euro an Verbindlichkeiten hat und oft infolge von Rückständen beim Finanzamt oder der Gebietskrankenkasse insolvent wurde. Die Hauptinsolvenzursache liegt in kaufmännischen Fehlern der Inhaber und Geschäftsführer.