Erstellt am 01. Juni 2016, 14:24

von Hermann Knapp

Bis 2030: Glasfaserkabel in allen Häusern. Seit drei Jahren legt das Land einen Schwerpunkt auf den Ausbau des Breitbandnetzes.

Präsentierten den Stand des Breitbandausbaus: Igor Brusic, Prokurist Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft, Landtagsabgeordneter Anton Kasser, die stellvertretende ecoplus-Aufsichtsratvorsitzende Michaela Hinterholzer und ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.  |  NOEN, Knapp

Mit der Gründung der nöGIG (niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft) wurde ein wichtiges Instrument geschaffen, um das ehrgeizige Ziel der Politik zu verwirklichen:  Bis 2030 sollen alle Haushalte einen Glasfaseranschluss haben.  

Die nöGIG kümmert sich darum, dass ein flächendeckendes Breitbandnetz entsteht und verpachtet dieses dann an einen neutralen Betreiber, der wiederum für die verschiedenen Dienstanbieter (A1, Tele2 etc.) gegen Entgelt den Datentransport übernimmt.
 
Das Ybbstal ist eine von vier Pilotregionen im Land, wo der Breitband-Ausbau bereits läuft. Es wurden dafür Gebiete ausgesucht, die ob ihrer geografischen Lage wirtschaftlich benachteiligt sind (Ybbstal, Triestingtal, Thayaland und der Waldviertler Stadt/Land).

„Im Juni sollen im Ybbstal Informationsveranstaltungen für die Endkunden stattfinden, im ersten Halbjahr 2017 ist mit der Aktivierung der Glasfaseranschlüsse zu rechnen. Im Waldviertel ist man schon weiter und da zeigt sich, das Haushalte und Betriebe bereits ab circa 30 Euro pro Monat in den Genuss schneller Glasfaserleitungen kommen. Ich gehe davon aus, dass das auch bei uns so sein wird“, informierte die stellvertretende ecoplus-Vorsitzende Michaela Hinterholzer am Mittwochvormittag in einer Pressekonferenz in Amstetten über den Stand des Projekts.

Offenes und leistbares Breitbandnetz

Ecoplus investiert rund fünf Millionen Euro in die Pilotregionen.

„Wichtig ist uns zu betonen: Der Ausbau öffentlicher und offener Glasfasernetze ist keine Konkurrenz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen. Die nöGIG engagiert sich dort, wo es ein öffentliches Interesse gibt, aber es für Telekommunikationsunternehmen marktwirtschaftlich nicht sinnvoll ist, die Glasfaserinfrastruktur bis zum Haushalt zu errichten. Wir leisten unseren Beitrag, damit ein offenes und leistbares Breitbandnetz in Niederösterreich entsteht“, unterstrich Helmut Miernicki, Geschäftsführer der ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, unter dessen Dach die nöGIG angesiedelt ist.
 
Aber auch viele anderen Kommunen im Bezirk sind eifrig dabei, die Voraussetzungen für das Breitbandnetz zu schaffen. „Natürlich wird wichtigen Grabungsarbeiten auch gleich eine Leerverrohrung mitverlegt. Die Gemeinden gehen da finanziell in Vorleistung“, berichtet Landtagsabgeordneter Anton Kasser.  

Mehr dazu lesen Sie in der kommenden Pringtausgabe der NÖN Amstetten.