St. Georgen am Ybbsfelde

Erstellt am 18. Juli 2017, 04:12

von Peter Führer

St. Georgen machte Sprung nach vorne. Die Gemeinde St. Georgen hat die beste Bonität Niederösterreichs und klettert österreichweit auf den vierten Platz.

Große Freude über das erfolgreiche Abschneiden beim Bonitätsranking in St. Georgen (v.l.): Martin Hager (Kassenverwaltung), Bürgermeisterin Liselotte Kashofer und Amtsleiter Georg Hahn. Foto: Peter Führer  |  Peter Führer

Mit dem 23. Platz schnitt St. Georgen beim alljährlichen Bonitätsranking des Zentrums für Verwaltungsforschung (KDZ) bereits im Vorjahr hervorragend ab. Jetzt schaffte man sogar ein noch besseres Ergebnis. St. Georgen wurde österreichweit auf Rang vier platziert und machte somit 19 Plätze gut. Damit ist man nicht nur die bonitätstärkste Gemeinde Niederösterreichs, bei den Gemeinden zwischen 2.501-5.000 Einwohnern ist man sogar die Nummer eins Österreichs. „

Wir waren eigentlich überrascht, dass wir wieder so weit vorne sind, weil wir zuletzt sehr viel investiert haben. Aber natürlich freuen wir uns über das tolle Ergebnis“, zeigt sich Bürgermeisterin Liselotte Kashofer stolz über die Spitzenplatzierung. Mehrere Faktoren hätten zur erfolgreichen Bewertung geführt.

„Zum einen profitieren wir von Betriebsansiedlungen, für die auch die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zum anderen ist der Mitarbeiterstab in der Gemeinde nicht übermäßig groß. Außerdem sind wir in der finanziell glücklichen Lage, Gründe kaufen zu können. Wenn wir diese weiterverkaufen, werden die Infrastrukturkosten in die Preise eingerechnet“, betont die Ortschefin.

Bestehende Angebote werden genützt

Zudem würde man sich jede Investition genau anschauen und stets nach Finanzierungspartnern für Projekte Ausschau halten. Auch, dass bestehende Angebote, wie das Zwergennest oder das Seniorentageszentrum, gut genützt werden, sei ein großes Anliegen. „Da kooperieren wir auch mit vielen anderen Gemeinden. Im September feiern wir fünf Jahre Seniorentageszentrum. Das Zentrum ist voll, wird sehr gut angenommen und wird oft als Vorbild gesehen“, so Kashofer.

Das bestehende Angebot bei der Kinderbetreuung locke viele Familien an, was wiederum zu Zuzug führe. Ein weiterer Vorteil sei die Lage und auch, dass man als Gemeinde keine großen Anlagen, wie etwa Schwimmbäder, erhalten müsse. Besonders bedankte sich Kashofer beim Gemeinderat und bei Kassenverwalter Martin Hager für die engagierte Arbeit.

Für die Zukunft sieht sie große Herausforderungen auf die Gemeinden zukommen. „Der Trend geht in die Richtung, dass die Gemeinden künftig mehr selber finanzieren müssen. Da ist etwa die Frage, wie sich die Abschaffung des Pflegeregresses auswirkt. Wir werden daher auch in Zukunft nicht mit Geld herumschmeißen können.“