Erstellt am 14. Juni 2016, 05:55

von Hermann Knapp

Briefwahl: FPÖ erhob Einwände. Freiheitliche Beisitzer orten Fehler bei Auszählung und bekräftigen dies auch mit eidesstattlichen Erklärungen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Auch die FPÖ im Bezirk ortet Fehler bei der Auszählung der Briefwahlstimmen. Laut Susanne Premm, Ersatzbeisitzerin der FPÖ, seien die Kuverts Montagfrüh bereits in Einzubeziehende und Nichtige vorsortiert gewesen. Das hätte aber erst am Montag geschehen dürfen.

„Kuverts waren braun statt blau“

Eine weitere Auffälligkeit laut Premm: Eine Gemeinde habe offensichtlich falsche Kuverts (ca. 20 Stück) ausgegeben. „Denn diese waren braun statt blau. Sie wurden als ungültig erklärt. Da muss man sich schon fragen, ob das nur eine Schlamperei oder von der Gemeinde vielleicht so beabsichtigt war“, sagt die FP-Politikerin. Sie hat ihre Wahrnehmungen der FPÖ-Bundespartei mitgeteilt, untermauert durch eine eidesstattliche Erklärung.

Das haben auch die FPÖ-Beisitzer Josef Lehner und Martha Harreiter getan (obwohl sie am Montag die Richtigkeit des Ergebnisses mit beschlossen haben). Offenbar hat die Bundes-FPÖ aber an alle ihre Wahlbeisitzer Fragebogen aussgeschickt und sie aufgefordert, „Unregelmäßigkeiten“ zu melden.

Lehner sieht in seiner Zustimmung zum Wahlergebnis und der nachfolgenden Kritik keinen Widerspruch. „Wir mussten uns ja auf die Auskünfte des Wahlleiters verlassen und sind erst im Nachhinein auf Fehler gestoßen.“ Er ist dafür, die Briefwahl wieder abzuschaffen.

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