Wallsee-Sindelburg

Erstellt am 05. Juli 2016, 03:45

von Manfred Fritscher

„Mein Leben ein zweites Mal gelebt“. Autorin Rosa Schwarzkopf las am Donnerstag aus ihrem berührenden, autobiografischen Buch „So war mein Leben“.

An die hundert Bücher haben Rosa Schwarzkopf und Co-Autor Christian Mader persönlich signiert.  |  NOEN, Manfred

Das Interesse an Rosa Schwarzkopfs Lebensgeschichte hat alle Erwartungen übertroffen. Vergangenen Donnerstag – die NÖN berichtete – lud sie gemeinsam mit Co-Autor Christian Mader in das Gasthaus Grünling ein.

Eine Viertelstunde vor Beginn war der kleine Saal bereits voll besetzt. Die wartenden Besucher standen bis über die Gaststube hinaus. Tische wurden gegen Bänke ausgetauscht, um einigermaßen Platz zu schaffen.

Als „Russenbalg“ mit dem Tod bedroht

An die hundert Menschen hörten gespannt der Einführung von Christian Mader, Vorstand des Vereines „Österreich findet euch“, zu, als er die Entstehungsgeschichte des Buches „So war mein Leben“ schilderte.

Fast unerträglich war die Hitze im Saal, als Rosa Schwarzkopf einige Passagen aus ihrem Buch las. Als sie von der Begegnung mit den Frauen erzählte, die sie, die Achtjährige, den Russenbalg, mit dem Umbringen bedrohten, brach ihr fast die Stimme. Es ist das Trauma ihres Lebens.

Aber nicht der einzige dramatische Höhepunkt. „Bei der Vorbereitung dieses Buches habe ich mein Leben – das Leben eines russischen Besatzungskindes mit allen Folgen – ein zweites Mal gelebt. Heute kann ich auf mein – trotz allem – gelungenes Leben gelassen zurückblicken“, sagte die Autorin Rosa Schwarzkopf, mit sich und der Welt versöhnt.