Erstellt am 10. Dezember 2015, 06:43

von Hermann Knapp

Viele Projekte stehen in der Warteschleife. Stadt hat mittelfristig viele Vorhaben am Plan: Schloss Ulmerfeld, Schloss Edla, Veranstaltungssaal Hausmening, Naturbad.

Finanzstadtrat Michael Wiesner berichtet, dass die Stadt Amstetten auch künftig eine freie Finanzspitze haben wird.  |  NOEN, Knapp

Ein Lob gibt es dieses Jahr von Finanzstadtrat Vizebürgermeister Michael Wiesner für die anderen Parteien - mit Ausnahme der FPÖ. „Grüne, ÖVP und Neos haben heuer wirklich aktiv und konstruktiv an der Erstellung des Voranschlags und auch des mittelfristigen Finanzplanes mitgearbeitet“, sagt der SP-Politiker. Beide sollen ja am Mittwoch im Gemeinderat beschlossen werden. Man habe sich, so Wiesner weiter auch auf einen Konsens für die Verwirklichung kommender Großprojekte geeinigt.

„919.500 Euro sind bis 2020 für die Revitalisierung des Schlossumfeldes in Ulmerfeld vorgesehen“, berichtet Wiesner. 2016 soll aber auch schon über die künftige Nutzung der Innenräume des Schlosses diskutiert und eine Planung erarbeitet werden. Ab 2017 will man dann die Weichen für die Schaffung eines Veranstaltungssaales in Hausmening stellen. „Die geschätzten Kosten werden sich auf rund 1,860.000 Euro belaufen. Umgesetzt soll das Projekt im Zeitraum 2018/19 werden“, erklärt der Finanzstadtrat.

In diesem Zeitraum sollen auch 1,639.000 Euro in die Revitalisierung und Adaptierung des Schlosses Edla fließen. Die Planung dafür wird im Jahr 2017 über die Bühne gehen. Ein Großprojekt, dass die Stadt über kurz oder lang ebenfalls in Angriff nehmen muss, ist die Generalsanierung des Naturbades. „Zumindest ins Hallenbad müssen wir in den nächsten Jahren investieren. 2016 soll eine Grobschätzung des Sanierungsbedarfes angestellt werden, damit wir 2017 und 2018 in die Detailplanung gehen können“, sagt Wiesner.

Wichtige Impulse für die Wirtschaft

Der ordentliche Haushalt der Stadt wird sich 2016 auf 66.966.400 Euro belaufen, der außerordentliche Haushalt (AOH) auf 17.140.600 Euro. Die Investitionen im AOH werden zu 31 Prozent aus Eigenmitteln gedeckt. Der Rest wird mittels Darlehen bzw. Transferleistungen finanziert.

In den Straßen-, Wasser und Kanalbau werden 2016 rund fünf Millionen Euro fließen, in die Sanierung von Wohn- und Geschäftsgebäuden rund 2,5 Millionen. In Schulen und Kindergärten werden 1,5 Millionen investiert. Ebenfalls 1,5 Millionen Euro sind für naturschutzfachliche Umsetzungsprojekte in der Frostheide bereitgestellt.

„Wir werden mit unseren Projekten also auch heuer der heimischen Wirtschaft wichtige Impulse geben. Tatsache ist, dass bei den letzten großen Bauvorhaben 85 Prozent der Aufträge in Höhe von 25 Millionen Euro an Firmen in der Region gingen.“ Der Darlehensstand der Gemeinde wird sich 2016 von 42,5 auf 44,7 Millionen erhöhen.

"Freie Finanzspitze keine Selbstverständlichkeit"

Die freie Finanzspitze der Gemeinde ist aus heutiger Sicht bis 2020 gesichert. Angesichts der geplanten Investitionen – vor allem ins Naturbad – wird sie zwar eine rückläufige Tendenz haben, „aber es gibt viele Gemeinden in NÖ, für die eine freie Finanzspitze schon längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist“, sagt Wiesner.

Die Grünen werden dem Budget zustimmen, die anderen Fraktionen hielten sich noch bedeckt.