Erstellt am 21. April 2016, 04:44

von Hermann Knapp

City: SP will Bürger zu Wort kommen lassen. Sozialdemokraten wollen Unternehmer und Bürger in Ideenfindung einbinden und Wirtschaftsserviceabteilung schaffen.

Leere Geschäfte in der Innenstadt: ein Problem, dem sich offenbar nur schwer beikommen lässt. Die SPÖ will in einem offenen Forum im Mai nun auch die Bürger um ihre Ideen und Vorschläge bitten. Foto: Anton Kovacs  |  NOEN, Anton Kovacs
Im Vorjahr hat die Amstettner Marketing GmbH die Beratungsgesellschaft „Standort+Markt“ aus Baden damit beauftragt, die Amstettner Innenstadt unter die Lupe zu nehmen.

„Da ging es um eine Analyse der Istsituation, das Einzugsgebiet, den Branchenmix, die Leerflächen und auch um einen Vergleich mit anderen österreichischen Städten“, berichtet Gerhard Sengstschmid.

Überarbeitung der Wirtschaftsförderung im Sinn

Natürlich soll die Studie vor allem Aufschluss darüber geben, wo man ansetzen muss, um das Amstettner Zentrum nachhaltig zu beleben.

Dieses Ziel hat sich auch die SPÖ auf ihre Fahnen geheftet und will das unter anderem durch eine Überarbeitung der Wirtschaftsförderung erreichen.

„Wir werden Gespräche mit Unternehmern und der Innenstadtkaufmannschaft führen, um herauszufiltern, was sie konkret brauchen und an welchen Schrauben wir drehen müssen, um mehr Anreize zu schaffen, damit sich noch mehr interessante Handels-, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe im Zentrum ansiedeln“, kündigt Wirtschaftsstadtrat Laurentius Palmetzhofer an.

Für SP-Obmann Gerhard Riegler ist die momentane Wirtschaftsförderung zwar gut, „aber in manchen Bereichen vielleicht nicht mehr ganz am Stand der Zeit. Da müssen wir eben notwendige Anpassungen vornehmen und das wollen wir in Abstimmung mit der Wirtschaft tun.“

Offenes Bürgerforum zum Thema Innenstadt

Gefragt sind in Sachen Zentrumsgestaltung und -belebung aber auch die Ideen der Amstettner und Amstettnerinnen. Daher will die SPÖ noch im Mai zu einem offenen Forum einladen. Dabei soll es um das neue Verkehrskonzept ebenso gehen, wie um Ideen zur Attraktivierung der Innenstadt und wirtschaftliche Anliegen.

„Wir sind für alles offen, denn nur, wenn sich möglichst viele Bürger an einem Entwicklungsprozess beteiligen, kann am Ende eine gute Gesamtstrategie herauskommen, die dann auch von sehr vielen Menschen mitgetragen wird. Und es muss ja das Ziel sein“, sagt Bürgermeisterin Ursula Puchebner.

Überlegt wird von der SPÖ auch die Gründung einer Wirtschaftsservice-Abteilung, wie es sie in anderen Städten vergleichbarer Größe schon gibt. „Sie soll ein Dienstleister für die lokale Wirtschaft sein und Ansprechpartner für Betriebe, die überlegen, sich in Amstetten anzusiedeln. Für diese ist es natürlich bequemer, wenn die Fäden an einer Stelle zusammenlaufen und sie nicht zum Beispiel mit mehreren Abteilungen, wie dem Bauamt und der Stadtamtsdirektion, verhandeln müssen“, sagt Palmetzhofer.

Vergessen will die SPÖ übrigens auch nicht auf die Ortsteile. Auch da sind beim offenen Forum Ideen und Anregungen willkommen.