Erstellt am 20. April 2016, 05:44

von Hermann Knapp

CityAST für Ortsteile: Diskussion beginnt. Dass Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth und Mauer an Stadt angebunden werden sollen, ist fix, aber noch nicht wie.

Per Anrufsammeltaxi sollen Bürger von Mauer und Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth künftig von einem Ortsteil zum anderen gelangen - und auch in die Stadt Amstetten. Foto: Kovacs  |  NOEN, Kovacs
Ab nächster Woche werden die Parteien im Verkehrsausschuss über die Überarbeitung des Amstettner Verkehrskonzeptes beraten. Einer der ersten Punkte, bei dem man dabei Nägel mit Köpfen machen will, betrifft den öffentlichen Verkehr – konkret die Anbindung der Ortsteile.

„Für Mauringer wäre das ein großer Vorteil“

x  |  NOEN, CHRISTIAN SCHNEIDER
Eine Citybuslinie nach Mauer und Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth steht dabei allerdings nicht zur Debatte. „Den Bus auf die lange Strecke zu schicken, wäre nicht wirtschaftlich, denn wir zahlen ja nach gefahrenen Kilometern. Aber ein CityAST würde aus unserer Sicht auf jeden Fall Sinn machen“, sagt Mauers Ortsvorsteher Anton Ebner.

Sein Hauptaugenmerk liegt dabei gar nicht so sehr auf einer Direktverbindung nach Amstetten, sondern viel mehr nach Hausmening. „Für die Mauringer wäre das natürlich ein großer Vorteil, weil wir ja keine Apotheke im Ort haben. Zudem gibt es in Hausmening auch drei Ärzte, die dann leichter erreichbar wären“, sagt der SP-Politiker.

Ebner ist es aber auch wichtig, dass in eine künftige CityAST-Route auch die Firma Mondi und das Landesklinikum Mauer mit Haltstellen eingebunden werden. Er hält es nämlich nicht für ausgeschlossen, dass mancher Beschäftigte dann vom Pkw auf den öffentlichen Verkehr umsteigen würde. Dass ein CityAST künftig direkt von den Ortsteilen nach Amstetten fährt, ist unwahrscheinlich.

Ulmerfelder werden von CityAst profitieren

„In Waldheim gibt es ja eine Haltestelle, wo die Leute in den Citybus umsteigen können. Wir wollen im öffentlichen Verkehr ja keine Doppelgleisigkeiten schaffen“, betont Ebner.

x  |  NOEN, SPÖ/Christian Schneider
Für Hausmenings Ortsvorsteher Egon Brandl wird ein CityAST vor allem den Ulmerfeldern Vorteile bringen und es ihnen erleichtern, zu den Einkaufsmärkten in Hausmening zu gelangen.

„Natürlich begrüße ich es aber auch, wenn es eine öffentliche Verbindung nach Mauer und da vor allem zum Klinikum gibt. Insgesamt ist es für die Mauringer aber sicher interessanter, nach Hausmening zu fahren, als umgekehrt.“ Auf jeden Fall, so fordert Brandl, müsse es auch eine CityAST-Haltestelle in Neufurth geben.

Einzuschätzen, wie hoch der Bedarf tatsächlich ist, fällt beiden Ortsvorstehern schwer. Erhebung gab es keine, aber aus gutem Grund. „Wir kennen das. Wenn man die Leute fragt, ob der öffentliche Verkehr ausgebaut werden soll, sagen alle ja. Das heißt aber nicht, dass sie ihn auch nutzen“, sagt Brandl.

Man werde abwarten müssen, wie das CityAST angenommen wird. „Es hat gegenüber dem CityBus kostentechnisch immerhin einen Vorteil: Es fährt nur, wenn es gerufen wird.“