Erstellt am 03. Mai 2016, 04:04

von Hermann Knapp

Debatte um eine neue Kurzparkzone. FPÖ will am Parkplatz in der Eggersdorferstraße Parkdauer begrenzen. ÖVP ist auch dafür, SPÖ und Grünen sind dagegen.

FPÖ-Stadträtin Brigitte Kashofer kann sich vorstellen, diesen Parkplatz in der Eggersdorferstraße in eine Kurzparkzone umzuwandeln. Das würde den Betrieben ringsum helfen, meint sie. Foto: Anton Kovacs  |  NOEN, Anton Kovacs
Schon wieder Parteienzank um Parkplätze in der Stadt. Die FPÖ schlug im Verkehrs- und Stadtplanungsausschuss vor, die etwa 30 Abstellflächen in der Eggersdorferstraße auf dem Parkplatz, wo ehemals die alte Lokomotive an die Geschichte Amstettens als Eisenbahnerstadt erinnerte, in eine Kurzparkzone umzuwandeln.

„Wir sehen das ganz im Sinne der Betriebe in der Umgebung und vor allem im gegenüberliegenden Gebäude. Ihre Kunden tun sich sicher schwer, einen Parkplatz zu finden, denn auf dem Parkplatz stehen derzeit hauptsächlich Pendler“, sagt Verkehrsstadträtin Brigitte Kashofer.

Wagner: Wäre nur Verlagerung des Parkdrucks

Die ÖVP konnte diesem Ansinnen durchaus etwas abgewinnen und stimmte im Ausschuss auch dafür. „Auch wir glauben, dass eine Kurzparkzone den Geschäften und Ärzten im ehemaligen Schwarnthorer-Möbelhaus und auch den Patienten des Reha-Zentrums in der Eggersdorferstraße nutzen würde. Es wäre daher zumindest sinnvoll, bei einem Teil der Abstellflächen die Parkdauer zu begrenzen. Wir kämpfen in diesem Bereich ja ohnehin um jeden verfügbaren Parkplatz“, sagt Markus Brandstetter.

SPÖ und Grüne können dieser Argumentation nicht folgen. „Es gibt in Zentrumsnähe ohnehin kaum noch Dauerparkplätze, die etwa für Beschäftigte in der Wiener Straße noch zu Fuß erreichbar sind. Sie brauchen aber Abstellflächen, wo sie den ganzen Tag stehen können. Darum wollen wir ihnen nicht die paar, die es noch gibt, wegnehmen“, argumentiert SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner. Er glaubt auch, dass eine Kurzparkzone in diesem Bereich nur zu einer Verlagerung des Parkdrucks führen würde.

„Denn jene Lenker, die ihr Auto jetzt dort abstellen, werden dann eben im Bereich Jahnstraße und Roseggerstraße nach freien Plätzen suchen. Und dort ist die Lage ohnehin schon angespannt.“ Für die Betriebe und Ärzte im Schwarenthorerhaus, so Wagner, gäbe es ohnehin auf dem Areal Parkplätze.

Grüngemeinderat Gerhard Haag stimmt in dieser Sache mit seinem Koalitionspartner überein. „Mir erschien es anfangs zwar auch keine schlechte Idee zu sein, zumindest einen Teil der Parkplätze in eine Kurzparkzone umzuwandeln, doch in der Diskussion hat sich erwiesen, dass das nicht zielführend wäre. Und den Parkplatz in einen Dauerbereich und eine Kurzparkzone zu teilen, wäre organisatorisch schwierig.“