Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:03

Die zehn wichtigsten Ereignisse im Jahr 2015. Schlagzeilen aus Politik, Wirtschaft, Chronik und Kultur halten 2015 die Menschen im Bezirk Amstetten in Atem.

Ein historischer Moment wird von NÖN-Reporter Karl Fuchs am 3. November geknipst. Landeshauptmann Erwin Pröll nimmt gemeinsam mit Straßenbaudirektor Josef Decker und den Bürgermeistern Alfred Buchberger und Rudolf Divinzenz den Spatenstich zur Umfahrung der Bundesstraße 123 in Pyburg und Windpassing vor. Eine jahrzehntelange Odyssee hat damit ein positives Ende gefunden.  |  NOEN, Karl Fuchs

Umfahrung B 123 – Ein Happy End für eine unendliche Geschichte

Der 3. November 2015 geht in die Geschichte der Gemeinden Ennsdorf und St. Pantaleon-Erla ein. Nach einem Jahrzehnte währenden Kampf, der zwischendurch schon verloren schien, erfolgt endlich der Spatenstich für die lang ersehnte Umfahrung der Bundesstraße 123. Landeshauptmann Erwin Pröll nimmt ihn gemeinsam mit Straßenbaudirektor Josef Decker und den Bürgermeistern Alfred Buchberger und Rudolf Divinzenz vor.

14.000 Fahrzeuge, davon 20 Prozent Schwerverkehr, rollen täglich durch die Ortsteile Pyburg und Windpassing. Staus, Lärm und Feinstaubbelastung gehören für die Anrainer zum traurigen Alltag. Bereits im Jahr 1977 wird der Wunsch nach einer Umfahrung laut, in den 1990er-Jahren werden konkrete Varianten geprüft. Auch die Bürger machen auf die missliche Lage aufmerksam. 1998 findet die erste Straßenblockade der Bewohner von Pyburg und Windpassing statt, mit der sie auf ihre unerträgliche Situation aufmerksam machen wollen. Neun weitere sowie mehrere Unterschriftenlisten folgen.

Anfang 2013 glaubt man sich endlich am Ziel – das Projekt wird ausgeschrieben, muss vom Land aber wieder gestoppt werden. 2014 folgt der nächste Rückschlag: Der Verwaltungsgerichtshof hebt den Straßenbaubewilligungsbescheid wegen Verfahrensmängeln auf. Im Oktober 2015 kommt endlich die erlösende Nachricht: Alle Bescheide sind rechtskräftig, mit der Umsetzung der Umfahrung kann also jederzeit begonnen werden. „Ich freue mich jetzt schon, wenn wir im 17er-Jahr wieder zusammenkommen und das Teilstück seiner Bestimmung übergeben“, kündigt Landeshauptmann Pröll im Rahmen der Spatenstichfeier die Fertigstellung der 2,5 Kilometer langen Trasse Mitte 2017 an.
 

Rochade nach der Gemeinderatswahl

Eine Achterbahn der Gefühle werden die Gemeinderatswahlen am 25. Jänner für die ÖVP und die SPÖ im Bezirk. Die ÖVP verliert insgesamt zwölf Mandate, kann aber mit 470 Sitzen alle ihre Bürgermeister im Bezirk halten. Mit Lukas Michlmayr (Stadt Haag, 27 Jahre) und Johannes Heuras (St. Peter/Au, 29) übernehmen zwei Youngsters die Gemeindegeschäfte. Neu in ihr Amt gewählt werden auch die Bürgermeister in Ertl (Josef Forster), Seitenstetten (Johann Spreitzer) und Wolfsbach (Josef Unterberger). Einen Machtwechsel gibt es in der Gemeinde St. Pantaleon-Erla.

Die SPÖ, bisher Bürgermeisterpartei, verliert ihr Mehrheitsmandat an die FPÖ, die nun mit zwei Mandaten im neuen Gemeinderat vertreten ist und ein Arbeitsübereinkommen mit der Volkspartei eingeht. Bürgermeister Rudolf Bscheid muss den Hut nehmen, VP-Chef Rudolf Divinzenz wird neuer Bürgermeister, FP-Vorsitzender Johann Schlögelhofer erhält einen Vorstandssitz von der ÖVP.

Die Absolute Mehrheit verliert die SPÖ auch in Amstetten. Bürgermeisterin Ursula Puchebner muss den Verlust von vier Mandaten hinnehmen, die zur FPÖ, den Grünen und zu den NEOS wandern, die zum ersten Mal in Amstetten kandidieren. Nach langen Verhandlungen steht die nächste Stadtregierung fest: Die SPÖ holt sich die Grünen ins Boot und überlässt dem Koalitionspartner einen Stuhl im Stadtrat.
Bezirksweit verliert die SPÖ ebenfalls zwölf Mandate, kann aber in St. Peter, Seitenstetten, Ernsthofen und Zeillern zulegen.

Über Zugewinne in den meisten Gemeinden und das beste Ergebnis ihrer Parteigeschichte kann sich die FPÖ freuen. Auch die Grünen gewinnen in allen Gemeinden, wo sie antreten, stimmenmäßig dazu. Zugewinne gibt es für die Bürgerliste „Für Haag“, die die SPÖ überholt.

Die Bürgerliste „WIR“ tritt erstmals in Aschbach an und gehört zu den großen Wahlsiegern. Mit dem Gewinn von sieben Mandaten sorgen „WIR“ für einen politischen Erdrutsch in der Gemeinde. Bürgermeister Franz Kirchweger (ÖVP) zieht die Konsequenzen und tritt zurück. Zu seinem Nachfolger wird Martin Schlögelhofer (ÖVP) gewählt.
 

Mann verbrennt bei lebendigem Leib

Zu einem unfassbar tragischen Unfall kommt es am 19. März in Adersdorf, Gemeinde Biberbach. Ein 83-jähriger Pensionist zündet im Freien Laub und Gartenabfälle an und fängt dabei selbst Feuer. Der in Flammen stehende Mann wird von einer vorbeifahrenden Autolenkerin entdeckt, die um Hilfe schreit und die Einsatzkräfte alarmiert.

Die Krankenschwester versucht vergeblich, die brennende Kleidung mit ihrer Jacke zu löschen. Als das Notarztteam des Roten Kreuzes und der Rettungshubschrauber „Christophorus 15“ eintreffen, kommt für den Mann aber jegliche Hilfe zu spät. Laut Angaben der Polizei ist das Feuer bei dem Versuch, das Laub zu verbrennen, außer Kontrolle geraten, hat sich auf dem Waldboden ausgebreitet und so den 83-Jährigen erfasst.

Das Feuer breitet sich weiter aus, rund 200 Quadratmeter des angrenzenden Waldbodens stehen in Flammen. Insgesamt 26 Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehren Biberbach und Rosenau sind nach dem Unglück noch einige Stunden im Einsatz.


Amstettner City-Marketing in Turbulenzen: Managerin fort, CityClub aufgelöst.

Eigentlich scheint Anfang des Jahres das Amstettner CityMarketing auf Kurs gebracht. Die neue Geschäftsführerin Sabine Hauger ist mit zwei Mitarbeiterinnen daran, Ideen für die Vermarktung der Stadt auszuarbeiten. Dass ihre Arbeit nicht überall auf einhellige Begeisterung stößt, liegt wohl auch in der Natur der Sache.

Doch im Oktober überschlagen sich dann die Ereignisse. Die Stadtführung teilt mit, dass Sabine Hauger aufgrund einer Erkrankung aus ihrer Funktion scheidet. Fast zeitgleich kündigt der CityClub seine Auflösung an, weil auch nach monatelanger intensiver Suche noch immer kein Obmann in Sicht ist. Bei der Generalversammlung am 14. Oktober wird tatsächlich die Auflösung mit 31. Dezember beschlossen.
Gerhard Sengstschmid wird zum neuen Geschäftsführer der Marketing-GmbH berufen.

Er wird diese Funktion allerdings nur bis Ende März 2016 ausüben. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren. Gespräche mit einer möglichen Kandidatin wurden schon geführt, im Jänner sollen noch weitere Interessenten gehört werden. Die Anteile des City-Clubs an der Marketinggesellschaft übernimmt die Stadt. Sie hält damit nun 100 Prozent. Im geschäftspolitischen Beirat sitzen künftig die Regionalbanken, das CityCenter und zwei Vertreterinnen der Kaufmannschaft.
 

Goldkehlchen Vanessa ist das „NÖN-Talent 2015“

Im ganzen Land sucht die NÖN wieder nach dem größten Talent und findet es in der 14-jährigen Ennsdorferin Vanessa Prinz, die sich aus über 800 Kandidaten durchsetzen kann. Mit der Leona Lewis Ballade „Run“ überzeugt die Schülerin die prominent besetzte Jury rund um Flying-Pickets-Sänger Gary Howard. Auch nach dem Voting kann Vanessa ihre Kontrahenten auf die Plätze verweisen und über 5.000 Euro Siegesprämie jubeln.
 

Turbulente Fusion

Kein leichtes Jahr für die Raiffeisenbank St. Georgen/Ybbsfelde. Im April stimmen die Mitglieder der Genossenschaft bei der Generalversammlung erstmals über eine Fusion mit der Raiba Region Amstetten ab. „Verluste sind prognostiziert. Das Zinsniveau wird sich nicht ändern und die Kreditausleihungsquote von 35 Prozent ist ein großes Problem für uns“, erklären die beiden Raiba-Geschäftsführer Johann Preßl und Gerhard Eder die Gründe, warum sie eine Fusion für unabwendbar halten. Doch nur 57 Prozent sind dafür. Zu wenig, denn eine Zweidrittelmehrheit wäre erforderlich.

Doch das Kapitel Fusion ist damit nicht zu Ende. Mitte Juli wird eine außerordentliche Generalversammlung einberufen. Das ist möglich, da der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Rupert Jäger seinen Rücktritt erklärt hat. Also stimmen die Mitglieder der Raiffeisenbank St. Georgen noch einmal über eine Fusion mit Amstetten ab. 338 Mitglieder kommen und erleben eine hitzige und emotionale Versammlung, bei der Fusionsbefürworter ebenso wie Fusionsgegner ihre Argumente lautstark zur Sprache bringen.

Auf kleinere Handgemenge und Streit am Podium folgen sogar Ordnungsrufe. Die Stimmung ist hitzig, auch aus Mitgliederreihen äußern sich beide Lager lautstark. Schließlich kommt es zur geheimen Abstimmung. Auf die Verkündung des heiß ersehnten Ergebnisses folgen Jubel und Erleichterung bei den Fusionsbefürwortern, Kopfschütteln bei den Gegnern. 436 Stimmen werden abgegeben. 123 Genossenschaftsmitglieder (28,2 %) sagen Nein zur Fusion, 313 (71,8 %) Ja. Die Zweidrittelmehrheit ist erreicht.

Im November wird die Fusion mit der Eintragung ins Firmenbuch und der technischen Fusionierung endgültig Realität.
 

Größter Wirtschaftspark des Bezirks im Westwinkel

Ein Glücksfall für die Wirtschaftsregion Westwinkel ist der Verkauf des OMV-Areals in St. Valentin an die NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus um 16,5 Millionen Euro. Auf 48,3 Hektar Industriebauland wird ein interkommunaler Wirtschaftspark entstehen. Der Standort ist optimal. Das Gelände liegt nahe am Ennshafen mit Schiff- und Bahnanschluss und unweit der Autobahn.

Die Gemeinden St. Valentin, Ennsdorf, St. Pantaleon-Erla, Ernsthofen und Strengberg haben bereits Interesse bekundet, sich am Aufbau des Wirtschaftsparks finanziell zu beteiligen. Laut Zeitplan können sich die ersten Firmen 2017 ansiedeln.

Überaus positive Meldung kann die NÖN auch über den Gewerbepark Steyrerstraße in Stadt Haag machen. Mit der Firma Duvenbeck wird sich hier ein international tätiges Unternehmen ansiedeln. Bis zu 150 neue Arbeitsplätze werden hier innerhalb der nächsten drei Jahre geschaffen.
 

Aufregung um Containerdörfer in Amstetten

Die Flüchtlingskrise macht natürlich auch vor dem Bezirk Amstetten nicht Halt und die Gemeinden stellen sich ihrer humanitären Verantwortung. Fast in allen Kommunen werden Asylwerber aufgenommen. In der Aktion „Willkommen Mensch“ finden sich viele ehrenamtliche Helfer zusammen, die die Flüchtlinge unterstützen.

In Amstetten sorgt im Oktober die Ankündigung, dass in Mauer und Waldheim zwei Containerdörfer für insgesamt 150 Asylwerber errichtet werden sollen, für Aufregung. Bei einer Informationsveranstaltung in Mauer gehen die Wogen hoch. Manche Bürger fühlen sich durch die Flüchtlinge bedroht. Inzwischen hat sich die Aufregung etwas gelegt. Die Asylwerber sind in die Containerdörfer eingezogen und werden von der Firma SLC-Europe und von freiwilligen Helfern betreut.
 

Schulen in Brand

Gleich zwei Mal müssen die Feuerwehren im Bezirk zu Bränden in Schulen ausrücken.

Am 19. Mai löst ein defekter Schalter einer Frittierpfanne in der Großküche der Mehrzweckhalle Behamberg einen Brand aus. Dichter Rauch gelangt auch in das angrenzende Volksschulgebäude, in dem noch 50 Schüler unterrichtet werden. In kürzester Zeit evakuieren die Feuerwehren Behamberg, Wachtberg und Vestenthal das Gebäude. Es entsteht ein Schaden von rund 600.000 Euro.

Durch Feuer-„Experimente“ von drei Kindern im Alter von 13 und 14 Jahren wird am 1. Oktober die Turnhalle der ehemaligen Sporthauptschule Amstetten ein Raub der Flammen. Rund 100 Florianijünger der Feuerwehren Amstetten, Greinsfurth, Boxhofen und Preinsbach schaffen es, das Übergreifen des Brandes auf das angrenzende leer stehende Schulgebäude zu verhindern. Auf den geplanten Umbau der Sporthauptschule in ein betreutes Wohnen hat der Brand glücklicherweise keine Auswirkungen. Das Projekt mit 30 Wohneinheiten startet im Frühjahr 2016.
 

Leopold für Courage

Zu einem Horror-Unfall kommt es am 6. Juni zwischen St. Georgen/Ybbsfelde und Blindenmarkt. Ein mit Burschen im Alter von 16 und 17 Jahren besetzter Pkw kommt an der L6018 kurz vor der Ortseinfahrt Blindenmarkt von der Straße ab, kracht frontal gegen den betonierten Verteilerkasten einer Pumpanlage und überschlägt sich mehrmals.

Das Auto fängt sofort Feuer. Lenker und Beifahrer erliegen noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Doch die drei Burschen auf der Rückbank haben einen Schutzengel – Leopold Hehenberger aus Blindenmarkt. Als der 64-jährige Landwirt das Wrack entdeckt, zögert er keine Sekunde und zieht die drei Schwerverletzten aus dem brennenden Fahrzeug.    

Für seine Courage wird Hehenberger mit dem „NÖN-Leopold“ ausgezeichnet. Dieser Preis wird jedes Jahr an Menschen und Institutionen vergeben, die besondere Leistungen in Niederösterreich erbracht haben.
 

Zitate des Jahres

„Wenn man so etwas erlebt, muss man helfen, man muss es sich einfach zutrauen!“
NÖN-Leopold-Preisträger Josef Hehenberger über die mutige Rettung aus einem brennenden Auto.

„Ich werde oft gefragt, was in den Jahren meiner Amtszeit mit meinen Haaren passiert ist. Da kann ich nur sagen, geht nach Pyburg und Windpassing, dann wisst ihr, wo sie sind.“
Landeshauptmann Erwin Pröll beim Spatenstich zur Umfahrung der B123.

„Dass diese für die Schüler so spektakuläre Show einmal Wirklichkeit werden könnte, daran hätte im Traum niemand gedacht.“
Direktorin Veronika Niederhuber über die jährliche Brandübung in der Volksschule Behamberg.

„Uns bietet sich da die Chance für eine Investition, von der auch unsere Kinder und Enkel profitieren können.“
Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr zur Beteiligung der Westwinkel-Gemeinden am ecoplus-Wirtschaftspark in St. Valentin.

„Offenbar ist es noch nicht in den Köpfen aller Leute drinnen, dass das alte Fossil nicht mehr da ist!“
Altbürgermeister Herbert Katzengruber zum Abschneiden der SPÖ Amstetten bei der Gemeinderatswahl.
 


2015 nahmen wir Abschied von ...

Gottfried Langeder. Er ist Ehrenbürger der Gemeinde Ferschnitz und als Lokalhistoriker vor allem für seine geschichtliche Publikation „400 Jahre Markt Ferschnitz“ bekannt.     
Als Lokalreporter aus Leidenschaft ist er 40 Jahre lang für die NÖN Amstetten im Einsatz. Am 18. September stirbt Gottfried Langeder im 81. Lebensjahr nach langer Krankheit im Kreise seiner Familie. „Gottfried war Lokalreporter mit Leib und Seele. Wir verlieren mit ihm einen treuen, verlässlichen Mitarbeiter und auch einen Freund“, sagt NÖN-Redaktionsleiter Hermann Knapp.

Josef Andesner (Altbürgermeister). Völlig überraschend stirbt am Wahlsonntag zur Gemeinderatswahl, dem 25. Jänner, der beliebte und überaus geschätzte Altbürgermeister der Stadtgemeinde Haag, Josef Andesner, kurz vor seinem 78. Geburtstag. Bereits seit 1980 ist Andesner als Gemeinderat tätig, von 1994 bis 1995 nimmt er als 1. Vizebürgermeister wesentlichen Einfluss auf das Geschehen in der Stadtgemeinde Haag. Von 1995 bis 2003 führt der engagierte Politiker schließlich die Gemeindegeschicke in Stadt Haag. In seiner achtjährigen Amtszeit werden unter anderem das Stadtmarketing und der mittlerweile weit über der Grenzen Niederösterreichs bekannte Haager Theatersommer ins Leben gerufen. Für seine großen Verdienste wird Josef Andesner mit dem goldenen Ehrenzeichen der Stadtgemeinde Haag und dem goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Niederösterreich ausgezeichnet.

Karl Schuller. Unter großer Anteilnahme wird der beliebte FPÖ-Politiker Karl Schuller in seiner Heimatgemeinde St. Georgen/Ybbsfelde zu Grabe getragen. Am 25. November verliert der 67-Jährige den Kampf gegen seine lange, schwere Krankheit. Seit 1990 ist Karl Schuller Mitglied der FPÖ Niederösterreich, 1999 wird er zum Ortsparteistellvertreter in St. Georgen/Ybbsfelde ernannt, von 2001 bis 2002 und ab 2003 ist er Obmann der Ortspartei. Von 2005 bis 2009 übt er zudem das Amt des FPÖ-Bezirksparteiobmannes aus, in der Landesparteileitung wirkt er von 2005 bis 2015 mit. Vierzehn Jahre lang sitzt Karl Schuller im St. Georgener Gemeinderat, muss sein Mandat Mitte des Jahres 2015 schließlich aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

Josef Hofegger. Als bekannter und beliebter Hüter des Gesetzes ist Gruppeninspektor Josef Hofegger von 1983 bis 2011 in Amstetten im Einsatz, ehe er seinen Dienstort nach Oed wechselt.     
Wenige Tage nach dem Antritt in den wohlverdienten Ruhestand wird der 60-Jährige am 7. Dezember leblos in seiner Amstettner Wohnung aufgefunden. Todesursache dürfte Organversagen gewesen sein.