Erstellt am 29. Februar 2016, 13:24

von NÖN Redaktion

Drei gekrönte Häupter. Weistrach hat zwei Mostprinzessinnen und auch Mostkönigin Sonja Kirchstetter kommt aus der Gemeinde. Sie erfüllt ihre Aufgaben mit großer Begeisterung.

 |  NOEN, zVg

Darum werden ihn wohl viele Ortschefs in NÖ beneiden: Bürgermeister Erwin Pittersberger hat gleich drei gekrönte Häupter in seiner Gemeinde. Zwei Mostprinzessinnen und neuerdings auch eine Mostkönigin.
Dass in Weistrach Mostprinzessinnen gekürt werden, hat schon lange Tradition. „Unsere Gemeinde ist maßgeblich am Aufschwung der Mostkultur beteiligt. Da haben die Landjugend und auch Hans Kirchmayr großen Anteil daran. Unser Mostkirtag ist einzigartig, andere wollten ihn schon kopieren, aber es ist ihnen nicht gelungen“, sagt der Ortschef.

Dass Weistrach seit November 2015 nun auch noch die Mostkönigin stellt, ist Pittersberger eine ganz besondere Freude, zumal die 20-jährige Sonja Kirchstetter natürlich auch eine charmante Werbeträgerin für die Gemeinde ist – im Land und weit darüber hinaus.

Die junge Frau, die an der FH Steyr eine Ausbildung für biomedizinische Analytik absolviert und später einmal in einem Krankenhauslabor tätig sein will, hat die Mostkultur von klein auf kennen und liebengelernt. „Bei uns zu Hause wurde immer schon Most und natürlich auch Süßmost gemacht. Der Apfelsaft, bei dem ich selbst mitgeholfen habe, hat natürlich immer am besten geschmeckt“, erzählt sie. Dass sie Mostkönigin werden wollte, begründet Kirchstetter nicht zuletzt mit ihrer Heimatverbundenheit.

„Bei der Baumblüte geht mir das Herz auf“

„Wenn man aus dem Mostviertel stammt und an die Streuobstwiesen und die Baumblüte denkt, dann geht einem einfach das Herz auf.“ Die Mostkultur in Österreich, aber auch international noch bekannter zu machen, sei zudem eine ehrenvolle Aufgabe. Zeitlich ist diese Aufgabe für Kirchstetter auch neben der Fachhochschule zu bewältigen.

„Aber nur, weil ich mir mit dem Lernen wirklich leicht tue“, schmunzelt die Mostkönigin. Bei ihren Studienkollegen erntet sie ob ihres Engagements oft Erstaunen. „Sie wundern sich vor allem, mit welchen Leuten ich zusammenkomme. Letztens habe ich bei einer Veranstaltung der Mostbarone zum Beispiel Ex-Schirennfahrer Michael Walchhofer getroffen“, erzählt Kirchstetter.

Natürlich wird die Mostkönigin heuer auch beim Weistracher Mostkirtag am Tag des Mostes, dem 24. April, mit dabei sein. Die Gemeinde plante ja, dieser Veranstaltung einen etwas neuen Touch zu geben. „Wir wollen mehr Kunsthandwerk dabei haben. Wir waren daher auch auf verschiedenen Veranstaltungen und haben für den Kirtag in Weistrach geworben und das mit Erfolg. Wir haben schon rund 30 Anmeldungen“, freut sich Pittersberger.

"Ein ehrenamtlicher Job"

Mostkönigin zu sein ist ein ehrenamtlicher Job. Immerhin hat Kirchstetter als erste Mostkönigin auch ein „Dienstauto“ zur Verfügung, gesponsert von Mostviertler Firmen. „Das erleichtert es mir doch ungemein, meine Termine wahrzunehmen“, sagt die junge Frau.

Bis Ende 2017 wird sie noch regieren und freut sich auf diese Zeit: „Denn ich profitiere als Person. Ich lerne, in der Öffentlichkeit aufzutreten und vor vielen Leuten zu reden. Das kann ich auch später im Beruf sicher gut brauchen. Außerdem treffe ich viele interessante Menschen.“