Erstellt am 29. September 2015, 11:52

von Daniela Rittmannsberger

Edermayr – ein Ass am Traktor. Hannes Edermayr aus Biberbach setzte sich gegen mehr als 600 Konkurrenten durch und ist „Europameister im Traktor fahren“.

Hannes Edermayr hat am heimischen Hof selbst vier Traktoren. Kein Wunder, dass ihm kein Gegner das Wasser reichen konnte. Foto: Rittmannsberger  |  NOEN, Daniela Rittmannsberger

Eigentlich wollte er Mitte September nur die Rieder Messe mit Freunden besuchen,zurückgekommen ist Hannes Edermayr dann aber als frischgebackener Europameister im Traktor fahren.

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Und er kann es noch immer nicht so ganz fassen: „Also, dass ich das wirklich gepackt hab‘, ist einfach eine super Geschichte.“

Von einer Mitarbeiterin der Messe wurde er auf den „Geotrac Supercup“ aufmerksam gemacht: „Wir wurden gefragt, ob wir Traktor fahren können und mitmachen wollen“, erinnert sich Hannes.

Schnell waren sich seine Freunde einig: Hannes muss an den Start gehen. Nach einer kurzen Erklärung ging es schon los und der 24-Jährige legte bei einem kniffligen Parcours, den es mit dem Traktor zu bewältigen gab, eine „Wahnsinnszeit“ hin.

„Der Moderator meinte damals schon: Den Edermayr sehen wir bei der Europaentscheidung wieder“, erzählt Hannes.

Schon mit sechs Jahren Traktorfahren gelernt

Und so war es auch: Gegen mehr als 600 Mitbewerber setzte sich Hannes im Landesentscheid durch und qualifizierte sich für die Endentscheidung, die am Sonntag stattfand. Er machte sich mit einem guten Gefühl auf den Weg nach Ried: „Ich hab‘ zu meinem Papa gesagt: ‚Den hol ich jetzt heim, den Traktor, und aus.‘“

Präzises Fahren war auch beim Finale gefragt, dem sich der Biberbacher bravourös stellte: Mit den wenigsten Strafpunkten und der besten Zeit errang Hannes den Europameistertitel. Der Hauptpreis: Für ein halbes Jahr darf er einen neuen Lindner-Traktor sein Eigen nennen.

„Das ist schon eine geile G’schicht“, freut sich der Biberbacher, der selbst vier Traktoren am heimischen Hof hat. Hauptberuflich arbeitet Hannes in der Firma Mondi, nebenberuflich betreibt er die Landwirtschaft mit seinem Vater und fährt mit seiner Ballenpresse im ganzen Ybbstal.

Traktor fährt er bereits seit seiner Kindheit. „Mit sechs Jahren habe ich es gelernt, damals noch im Stehen, damit ich die Pedale erreiche.“ Die jahrelange Erfahrung hat sich bezahlt gemacht.