Erstellt am 16. Februar 2016, 04:09

von Wolfgang Kapf

Ein Ort der Begegnung. Veranstaltung der Flüchtlingsinitiative „Willkommen Mensch“ in Amstetten wird auch für Spendenabgabe genutzt.

Übergabe von Winterjacken und T-Shirts beim Amstettner Willkommenskaffee (v.l.): Werner Fichtinger und Astrid Pendl (Fahrschule Easy Drivers), Yasser Alhomsi, Iwan Kalander, Khaled Alhomsi, Edith Pils und Christian Köstler (Willkommen Mensch in Amstetten). Foto: Kapf  |  NOEN, Wolfgang Kapf

Seit Anfang September veranstaltet die Initiative „Willkommen Mensch in Amstetten“ zwei Mal wöchentlich den sogenannten „Willkommenskaffee“ im Rathauskeller: am Dienstag von 14 bis 16 Uhr und am Donnerstag von 9 bis 11 Uhr.

„Diese Veranstaltungen bei Gratiskaffee und Kuchen sind als Einladung zur Begegnung zu verstehen. Dabei haben natürlich auch Österreicher die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre direkt mit den Flüchtlingen in Kontakt zu treten und sich aus erster Hand zu informieren,“ berichtet Christian Köstler, Leiter der Amstettner Flüchtlingsinitiative „Willkommen Mensch“.

Fichtinger brachte Winter- und Regenjacken

Zum „Willkommenskaffee“ kommen auch immer wieder Menschen, die wegen einer ehrenamtlichen Mitarbeit nachfragen, oder Menschen, die den Flüchtlingen einfach etwas schenken wollen – wie zum Beispiel am letzten Donnerstag: Da kam Werner Fichtinger, Geschäftsführer der Easy Drivers Fahrschulen, und brachte je 40 mit, die gleich ein paar erfreute Abnehmer fanden.

„Üblicherweise geben wir die aus unserer Firmenkollektion ausgemusterten Kleidungsstücke in den Abverkauf. Dieses Mal haben wir uns entschlossen, sie Menschen zu spenden, die in ihrer Heimat fast alles zurücklassen mussten,“ erklärte Fichtinger.

„Der Rest der Kleiderspende wird an unsere Fußball- und Leichtathletikgruppe verteilt,“ zeigt sich auch Christian Köstler dankbar. „Ohne das soziale Engagement von Unternehmen und Privatpersonen wäre unsere Arbeit nicht möglich!“

Zurzeit betreut die Initiative „Willkommen Mensch in Amstetten“ 150 Flüchtlinge, wobei der Schwerpunkt auf der „privaten Begegnung mit den Flüchtlingsfamilien“ liegt.


450 Flüchtlinge

Aktuell wohnen in der Stadt insgesamt 450 Menschen, die seit Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 nach Amstetten gekommen sind. Etliche davon haben inzwischen allerdings schon den Asylstatus.