Erstellt am 24. März 2016, 05:24

von Doris Schleifer-Höderl

Elfter bei Flugrennen in Afrika. Brieftaubenzüchter Helmut Heiland aus Winklarn belegte beim spektakulärsten Flugrennen der Welt in Südafrika mit seiner Taube den sensationellen elften Platz.

Die tolle Platzierung von Taube Adam ist nur einer von vielen Erfolgen des Winklarners Helmut Heiland. Foto: Heiland  |  NOEN, Heiland

Seit 35 Jahren züchtet der Winklarner Helmut Heiland (60) Tauben und konnte schon unzählige nationale und internationale Preise mit seinen Tieren erzielen. „Nach dem 50. Preis habe ich zum Zählen aufgehört“, gesteht er der NÖN.

„Rennen der Superlative“ mit 2.161 Tauben

Vor Kurzem konnte er wieder einen sensationellen Erfolg verbuchen. Am 6. Februar fand in Südafrika wieder das aufregendste und höchstdotierte Flugrennen der Welt, das „Sun City Million Dollar Pigeon Race“, statt.

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„Dieses Rennen der Superlative ist hierzulande noch wenig beziehungsweise nur unter Brieftaubenzüchtern bekannt, ist aber international sehr beliebt und wird Jahr für Jahr von tausenden Menschen live vor Ort oder im Web verfolgt“, berichtet Helmut Heiland. „Heuer waren 2.161 Tauben von 800 Züchtern aus 40 Nationen am Start. Meine Taube Adam startete um 6.15 Uhr, landete um 16.37 Uhr und belegte Platz 11.“

Da war die Freude beim Mostviertler Brieftaubenzüchter natürlich groß. Adams gute Platzierung ist für Helmut Heiland die Belohnung für ein sehr schönes, aber auch zeit- und kostenaufwendiges Hobby.

541 Kilometer in zehn Stunden, zwölf Minuten

Doch wie gehen die Vorbereitungen für das bedeutende Rennen in Südafrika eigentlich von- statten? Mehrere tausend Brieftauben aus aller Welt werden bereits mit einem Alter von wenigen Wochen nach Südafrika gebracht und für den Endflug ein Jahr lang vorbereitet.

„In vielen Trainings- und Hot Spot- Flügen werden die Tauben auf Durchhaltevermögen, Schnelligkeit und Ausdauer trainiert“, erklärt Helmut Heiland. „Die Anlage für die Tauben ist riesig. Die Tiere haben alles, was sie benötigen. Pfleger kümmern sich um das Futter und organisieren die täglichen Trainingsflüge. Mediziner betreuen kranke oder verletzte Tiere und jede Taube wird gleich behandelt.“

Am Tag des Rennens haben die Tauben am frühen Morgen ihre Verschläge in Trompsburg verlassen, um in einem Zeitkorridor von acht bis elf Stunden die Strecke von 541 Kilometern nach Sun City zurückzulegen. Helmut Heiland war nicht selbst vor Ort. Ein Betreuer hat Taube Adam im Sun City Super Bowl erwartet.

Der Täuberich schaffte die Strecke in sage und schreibe zehn Stunden und zwölf Minuten. Im Anschluss an das End-rennen wurden die Tauben an interessierte Züchter und Liebhaber versteigert, so auch Adam. Der Mostviertler Täuberich lebt nun bei einem kanadischen Taubenzüchter und erfreut sich seines Brieftaubendaseins.